Elbe

Goldschürfen seit dem Mittelalter

Das Schicksal hat den Goldwäscher und Mineraliensammler Andreas Winkler in die Lutherstadt Wittenberg verschlagen. Dort recherchierte er zum Elbegold und fand heraus, dass schon im Mittelalter in Wittenberg Gold geschürft wurde. Also nichts wie an das Elbeufer, dachte er. Schon in der ersten Schüssel glänzte ein ca. 0,5 mm großer Goldflitter.

Innerhalb von 3 Stunden holte er ein Dutzend weitere zwischen 0,3 und 0,5 mm heraus, außerdem „jede Menge Feinstgold“. Bemerkenswert war auch das Konzentrat: tief schwarz. Andreas Winkler geht aufgrund der Funddichte und Konzentrationsqualität davon aus, dass hier auch mehrere Millimeter große Stücke zu finden sind. An den richtigen Stellen (vor allem in dem Wurzelgeflächt der Gräser am Ufer) erhielt er mittlerweile pro Schüssel zwischen 8 und 12 Flitter von 0,1 bis manchmal über 1 mm Größe. Der Rekord pro Schüssel lag bei 32 Flitter! Das größte Mininugget misst ca. 1,3 x 1,2 x 0,3 mm. Das ist für diese Region „außergewöhnlich dick“.