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Goldgräber Daniel Schmidt

Goldgräber Daniel Schmidt

Nachdem das DGSV - Gelände im Sickenreuther Tal nach ihm benannt wurde, ist es an der Zeit, etwas näher auf dieses Goldkronacher Original einzugehen.

Sicherlich hätte man auch eine über die Grenzen Goldkronachs hinaus bekanntere Person oder Persönlichkeit als Namenspatron aussuchen können, aber gerade die Besonderheit von Daniel kommt der der DGSV am nächsten.

In den 20- und 30-er des vorigen Jahrhunderts war "Donel" weithin bekannt. Nicht aber als Goldgräber im herkömmlichen Sinne, sondern als Schatzsucher. Eigentlich verdiente er seinen kargen Lebensunterhalt als Sägefeiler, was natürlich ein anspruchloses, wenn nicht sogar ärmliches Leben bedeutete. Doch er lebte genügsam und zurückgezogen ganz in der Nähe des DGSV - Geländes, ständig in der Hoffnung, das Gold zu finden.

Dies allerdings in verschiedener Form. Zum einen suchte er den Schatz, nachdem die Königsheide, der Sage nach ihren Namen hat. So soll einst ein im sterben liegender König den Wunsch gehabt haben, seinen goldenen Sarg und weitere Schätze zusammen auf eine Kutsche zu packen und die Pferde laufen zu lassen. Dort, wo die Pferde müde würden und stehen blieben, wolle er mitsamt seinen Reichtümern begraben werden. Und dies geschah eben auf der Königsheide. So machte sich Daniel immer wieder auf, diesen Schatz zu heben. Doch ohne einen genauen Lageplan - man kennt es aus vielen Büchern - ist soch ein Unterfangen schier aussichtslos. In dieser Beziehung ist die Bezeichnung Spinner für Daniel wohl eher zutreffend.

Doch er hatte noch weitere Eisen im Feuer. So begann er auch, in der näheren Umgebung kleine Schächte anzulegen. Ältere Goldkronacher wissen auch noch ziemlich genau, wo diese sich befunden haben. Natürlich ist es aus heutiger Sicht nicht besonders sinnvoll, an mehreren Stellen gleichzeitig nach Gold zu suchen, vor allem dann nicht, wenn man dies alleine tut. So hatte Daniel auch bei dieser Unternehmung kein Glück. Kurioserweise fanden vor einigen Jahren Probebohrungen einer Bergwerksgesellschaft statt - unweit eines alten Stollens von Daniel. Sicherlich Zufall, aber immerhin wurden nicht unwesentliche Goldanteile nachgewiesen. Glücklicherweise lohnt sich der industrielle Goldabbau in und um Goldkronach nicht, doch das eine oder andere Goldflinzerl hätten wir Daniel schon gegönnt, auch wenn er es aus dem Berg herausschlagen hätte müssen.

Doch so starb Daniel Schmidt am 13. Januar 1938 im Alter von 71 Jahren, sicherlich arm an Gütern, aber reich an Träumen.

Bild- und Textquelle: Alfred Gottfried