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Goldsuche in Thüringen / Göltzsch

Goldsuche an der Göltzsch

Von Ronald Siebert

Aus Quellenstudien ging hervor das die Göltzsch ein sehr ergiebiges Gewässer sein müsste, da ihr Name sich angeblich vom Wort Gold ableitet und an ihren Ufern mehrfach in Seifenwerken nach Gold geschürft wurde. Derartige Seifenwerke befanden sich beispielsweise bei Reichenbach, Mylau, Rodewisch und Auerbach. Die Ortsnamen Reichenbach und Auerbach lassen ebenfalls auf den Goldabbau schließen.

Der Goldbergbau an der Göltzsch geht vermutlich bis ins 13./14. Jahrhundert zurück und wurde vorerst vom Hussitenkrieg beendet. Eine zweite Abbauphase begann dann Mitte des 16. Jahrhunderts und dauerte bis zum Dreißigjährigen Krieg an. Die letzte Periode begann um 1700 und endete spätestens zum Ende des genannten Jahrhunderts. Als Eindrucksvolle Zeugen des Goldbergbaus an der Göltzsch lassen sich mancherorts noch  alte Raithalden und verlandete Seifengräben finden.

Das Flusssystem der Göltzsch entwässert einen großen Teil des Sächsischen Vogtlandes.
Der Fluss kommt dabei mit metamorphen Tonschiefern (Phyllite, Fruchtschiefer, Garbenschiefer, Serizitschiefer...) und mit Teilen der Eibenstocker-, Kirchberger- und Lauterbacher Granitmassive in Kontakt. Welche geologischen Formationen letztendlich zu den Goldfunden in der Göltzsch führen ist bis heute noch ungeklärt.

Das Quellenstudium machte einige Hoffnung auf einen guten Fund, und so machte ich mich auf den Weg den Hinweisen auf den Grund zu gehen. Ich suchte mir zwischen Greiz und Reichenbach eine Stelle die mir geeignet erschien.

Das war eine große Schotterfläche in der Innenseite einer Flussbiegung. Auch hier fanden sich Raithalden als Zeugnis längst vergangener Waschtätigkeit. Ich begann nun den Sand zwischen den bis zu 50 kg schweren Steinen zu bergen um ihn durchzuwaschen. Ich rechnete eigentlich nicht damit auf anhieb fündig zu werden. Aber ich ließ mich gerne eines Besseren belehren.

So viel Gold habe ich bisher bei keiner Exkursion gefunden. Ich arbeitete ohne weitere Hilfsmittel, das heißt nur mit Pfanne und Schaufel und hatte in jeder Pfanne mindestens einen Goldflitter.

Mein Waschplatz lag im Unterlauf der Göltzsch, wie schon beschrieben. Demzufolge gestalteten sich die, vom Fluss mitgeführten, Schotter auch sehr bunt.
Am meisten kann man hier serizitischen Tonschiefer finden, der ja in der unmittelbaren Umgebung ansteht. Des weiteren trifft man immer wieder auf Diabasbrocken, auf Quarzite und auf große Milchquarzblöcke. Es finden sich aber auch ab und zu Fruchtschiefer, Granit und  Pegmatit. Diese Gesteine sind aufgrund ihres schon zurückgelegten Weges meist nicht sehr groß, sie repräsentieren aber die geologischen Verhältnisse im Oberlauf.

Im Schwerekonzentrat, dem sogenannten Schlich, dominiert ganz klar der Magnetit, der mitunter sehr schöne Doppelpyramiden bildet. Daneben treten noch Hämatit und Limonit auf. Letztgenannter ist mitunter in bis zu Faustgroßen Knollen anzutreffen. In geringen Mengen findet sich auch noch Zinnstein (Kassiterit), Rutill und sehr wenige, kleine Granate. Ein sehr auffälliger Schlichbestandteil ist hier der Zirkon, der in braunen bis zu roten Pastellfarben auftritt, mitunter zonar gefärbt ist und bis zu 5 mm große Aggregate ausbildet.

Das Gold selbst tritt in gut ausgewalzten Flittern auf die in ihrer Größe zwischen 0.1 und 2 mm variieren, der Großteil ist jedoch zwischen 0,5 und 1mm groß.
Ich will ja hier kein Goldfieber auslösen, aber ich bin der Meinung das sich Goldwaschen an der Göltzsch lohnt (allerdings nur für Hobbygoldwäscher, leben kann man davon nicht).

Kontakt: Ronald Siebert, Dorfstraße 32a, 07554 Brahmenau

E-Mail: dr.siebert.brahmenau@t-online.de