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Goldwaschen an den Gardonzuflüssen

Die Gardonzuflüsse oberhalb von Anduze

Anduze, das „Tor der Cevennen“, liegt in einer markanten Lage. Hier treffen die beiden Bergflüsse Gardon de St. Jean und Gardon de Mialet zusammen. Beide kommen aus den inneren Cevennentälern und vereinigen sich hier, wo sie einen letzten Bergrücken durchbrechen, zum Gardon d'Anduze. Die besondere geografische Lage von Anduze am Eingang in die Cevennen hat schon immer in der Geschichte eine besondere Rolle gespielt. Hier führte schon im dritten Jahrhundert vor Christus die „Route des Gabales“ von Nimes in die Gegend des heutigen Mende, dem Land des keltischen Volksstammes der Gabalen.

Die Römer bauten die Route weiter aus. Heute führen idyllische Straßen von Anduze in die Cevennen, teilweise noch auf den alten Spuren. Relikte aus der frühgeschichtlichen Besiedlungszeit sind überall zu entdecken, auch an den Ufern der Gardons. Manchmal stehen noch alte Mauerreste im Uferbereich oder abgetragene Brückenpfeiler zeugen davon, wie stark der Gardon in Zeiten der Schneeschmelze oder nach heftigen Regengüssen in den Bergen plötzlich anschwellen kann.

Die Flüsse führen aber auch Gold. Davon wussten schon die Römer und vermutlich auch die Völker davor. An verschiedenen Stellen habe ich die Waschpfanne geschwenkt, fast über all fanden sich kleine und kleinste Goldflitter. Am ergiebigsten stellte sich eine Linkskurve des Gardon de St. Jean nur wenige Kilometer flussaufwärts von Anduze heraus. Hier empfiehlt es sich, nach den Tonschichten zu suchen. Allerdings liegen sie sehr tief, und das glasklare Wasser erfordert auch in den Sommermonaten einiges Stehvermögen; es ist bitterkalt. Der Ton hat sich zwischen den tief im Flussbett abgelagerten Felsbrocken angesammelt.

Wer seine Gesundheit schätzt und lieber nur mit Schaufel, Waschrinne und Waschpfanne arbeiten möchten, kann fast überall entlang des Ufers das gelbe Metall finden. Am besten, man hält nach grobem Geröll Ausschau, wo das Gebirgswasser die leichten Sande fortgespült hat. Ich habe es an einigen und zugänglichen Flussabschnitten bis St. Jean du Gard probiert. Die Ergebnisse waren zwar teilweise sehr bescheiden, aber immer fand sich Gold.

Sogar auf Landzungen, wie sie nach der Einmündung eines kleineren Flusses in den Gard entstehen. Diese in den Fluss hinaus ragenden Landzungen bestehen meist aus dem Schwemmmaterial des einmündenden Gewässers, weisen einen hohen Sandanteil auf und sind sogar bewachsen. Je nach Wasserstand bilden sie kleine Inseln im Fluss.

Oberhalb von St. Jean du Gard durchschneidet der Gard hohe Gebirgszüge und fließt infolgedessen durch sehr schmale Schluchten. Zu Fuß ist ein Durchkommen nicht mehr möglich; allenfalls wer ein schmales Boot besitzt, kann noch eine gewisse Strecke bergwärts bewältigen. Die Fahrt hinauf ist spektakulär und sehr gefährlich; alleine sollte sich hier niemand hindurch wagen.

Goldwaschen beim Goldsucher im Elsass und Frankreich