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Goldwaschen auf den Kembser Inseln

Eisblumen und Eiszapfen an der Goldwaschpfanne

Das hatte ich noch nie erlebt: Bei frischen -5 Grad Celsius Lufttemperatur bildeten sich sogar an den Goldwaschpfannen und Sieben Eiskristalle und Eiszapfen. Gemeinsam mit Goldsucher Klaus aus Breisach war ich am Sonntag, 11. Januar 2009, am Altrhein bei Kembs. Unser Ziel waren die Geröllbänke zwischen den nachgelagerten Rheininseln. Noch nie hatte ich dort nach dem gelben Metall geschürft, denn der Bereich zwischen der Halb- und der ersten Insel bot stets genügend Gold, um keinen Ausweichplatz auszuprobieren.

Die Bäume und Sträucher waren mit gefrorenem Rauhreif gezuckert, und das Wasser zwischen den Ufersteinen war eine einzige Eisschicht. In den bizarren Eiskristallen brach sich das Sonnenlicht. Obwohl die ausgesuchte Örtlichkeit nur als Waschversucht geplant war, so überraschten uns doch die schnellen Goldfunde sehr.

Kaum eine Pfanne, in der nicht mehrere Flitter aufblitzten. Dabei bereitete uns der Fels im Flussbett erhebliche Schwierigkeiten. Beinahe wäre mir beim Lösen der fest mit dem Untergrund verbackenen Kieselsteine die Schaufel gebrochen.

Schon die Goldsuche in der Woche davor erfolgte bei eisigen Temperaturen. Bewährt hat sich wieder einmal die dicke Bekleidung, bestehend aus Thermohose, Pullover und zwei Paar Strümpfen. So eingepackt zwängte ich mich in den wasserdichten Angleranzug; darüber zog ich noch einen gefütterten Anorak. Klaus war ähnlich dick eingewickelt. Die textile Verpackung sorgte zwar für wohlige Wärme, allerdings schränkte sie die Bewegungsfreiheit erheblich ein. Dazu wurden die Hände mit einer Schicht fettender Handcreme eingerieben. Frieren war somit gar nicht möglich. Und die Wintersonne ließ uns wenigstens den Eindruck gewinnen, die Temperaturen lägen oberhalb des Gefrierpunktes.

Doch dem war keineswegs so, wie ein Blick in die Goldwaschpfannen zeigte. In der kurzen Zwischenzeit zwischen dem Schaufeln in die Schleusensiebe gefor das Wasser in den Pfannen. An meinem Sieb bildeten sich sogar mehrere Zentimeter lange Eiszapfen.

Ein Glück, dass Klaus eine hochwertige Thermosflasche dabei hatte; der Kaffee hielt bis in die späten Nachmittagstunden die Wärme. Mein eigenes Erfrischungsgetränk musste ich ungekostet wieder einpacken: Der Inhalt war nur noch Fruchteis am Stiel bzw. in der Flasche. Frühzeitig vor dem Sonnenuntergang verließen wir die Goldseife. Mit im Gepäck eine überzeugende Anzahl von bis zu anderthalb Millimeter großen Goldflittern. Doch das Goldnugget, das wir uns als Ziel gesetzt hatten, werden wir wohl das nächste Mal oder irgendwann schürfen...

Franz-Josef H. Andorf

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