Goldwaschpfanne

Von der Bratpfanne zur „gold pan“

Die Goldwaschpfanne („gold pan“) ist das klassische Werkzeug und wird selbst im hochtechnisierten Zeitalter noch immer eingesetzt. Vermutlich haben Indianer in Nordamerika als erste Geräte eingesetzt, die den Goldwaschpfannen ähneln. Sie benutzen zum einen geflochtene Körbe (Siebe) als auch geschnitzte Holzschalen.

Bratpfanne

Im 18. Jahrhundert tauchten in Amerika eiserne Goldpfannen auf. Es waren zunächst richtige Bratpfannen, die je nach Verwendung auch fürs Goldwaschen verwendet wurden. Bis heute wurde an der Form immer wieder experimentiert. Eine Variante davon ist die „batea“. Dieser „Chinesenhut“ wurde besonders während des kalifornischen Goldrausches benutzt. Die schräg abfallenden Seiten verlaufen unten zu einem Trichter. Noch heute wird dieser Pfannentyp in Südamerika eingesetzt. Die klassische Goldpfanne mißt an ihrem Grund weniger als 40 Zentimeter Durchmesser, sie ist weniger als zehn Zentimeter tief und hat oben einen Durchmesser von nicht ganz einem halben Meter.

Tipp für Stahlblechpfannen. Zur Verhinderung von Rost sind alle neu gekauften Waschpfannen aus Stahlblech mit einem Ölfilm überzogen. Dieser Film muss zuerst mit Spiritus oder Benzin abgebrannt werden. Damit verschwindet der Ölfilm und das Stahlblech verfärbt sich dunkel. Dann können Sie selbst die kleinsten Goldflitter erkennen! Aber Vorsicht beim Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten!

Eisenpfannen

Bei uns immer noch gebräuchlich sind Eisenpfannen. Vor dem erstmaligen Gebrauch müssen sie entfettet, dann erhitzt und mit kaltem Wasser abgeschreckt werden. Sie erhalten dann eine stahlblaue Färbung. Eisenpfannen dürfen keinesfalls eingefettet benutzt werden, weil sich sonst das Fett, das vor dem Rosten bewahren soll, sich an die Goldflitterchen haften könnte. Das Gold wird dadurch leicht und schwimmt fort. Nach dem Gebrauch ist diese Pfanne wieder einzufetten, um dem Rosten vorzubeugen.

Kunststoffpfannen

Längst haben sich Kunststoffpfannen durchgesetzt. Sie sind aus stabilem Material und besonders handlich. Dank des verformbaren Materials besitzen Kunststoffpfannen raffinierte Rillen, die das Goldwaschen kinderleicht machen: An den Rillen verfangen sich alle Schwermineralien, natürlich auch Gold. Erhältlich sind sie in diversen Farben: dunkelgrau, grün, blau. Der Goldwäscher sollte diejenige Farbe wählen, auf der sich das Goldgelb am deutlichsten abhebt.

Prospektoren

Erfahrene Prospektoren bearbeiten mit der Pfanne in zehn Arbeitsstunden eine Fläche von höchstens drei Quadratmeter. Dabei füllen sie ein wenig Erde oder Schlamm sowie etwas Wasser hinein und rütteln mit kreisenden Bewegungen, indem sie die Pfanne zunächst unter Wasser halten. Es müssen nämlich die leichten Schwebteile entfernt werden, die das Wasser so sehr trüben. Dabei sinken die schweren Partikel infolge ihres höheren spezifischen Gewichtes auf den Gund. Die leichteren Schwemmsande werden mit schrägen Bewegungen mit dem Wasser fortgespült. Gröbere Steine müssen von Hand beseitigt werden.

Pfanneninhalt

Nach mehrmaligem Wiederholen hält man die Pfanne (außerhalb des Wassers) so schräg, bis die oberste Schicht über den Pfannenrand abgeschöpft werden kann. Dabeigenügt es, mit der Handkante die leichten Teile wegzustreifen. Schließlich nimmt der Pfanneninhalt immer mehr ab, bis ein dunkler, oftmals schwarzer Sand übrig bleibt. Nun ist Feinarbeit erforderlich. Die Pfanne sollte jetzt in einer schrägen Haltung kreisend bewegt werden. Inmitten des schwarzen Sandes (Magnetit, ist magnetisch) leuchten deutlich goldgelbe Körnchen oder Flitterchen (Goldstaub) auf.

Glimmer

Anfänger lassen sich von Glimmer täuschen. Im Gegensatz zum Gold lassen die sich aber schon mit etwas Wasser fortspülen. Aus meiner ganz persönlichen Erfahrung kann ich versichern: Nach dem ersten „richtigen“ Goldfund ist das Auge geschult.

Goldflitter und Körner

Die Anzahl der deutlich glänzenden Goldflitterchen und Körner zeigt dem Prospektor an, ob sich eine weitere Ausbeute an der angetroffenen Seife rentiert – falls Gold überhaupt vorhanden ist. Diese Methode ist zwar die gebräuchlichste und auch preiswerteste, doch mit harter Schwerarbeit verbunden. Sehr rasch stellen sich Rückenschmerzen ein.

Persönliche Einstellung ist wichtig

Anstelle einer „richtigen“ (im Fachhandel teuer gekauften) Goldwaschpfanne tut es natürlich jeder andere Gegenstand, der zumindest eine ähnliche Form hat. Beispielsweise die alte, ausgediente Riesenbratpfanne aus Mutters Küche. Entfernen Sie den Stiel und Sie besitzen eine voll funktionstüchtige Goldwaschpfanne. Doch auch hier gilt wie bei einer „richtigen“ Goldwaschpfanne: Entscheidend ist die richtige Handhabung und ihre ganz persönliche Einstellung zum jeweiligen Pfannentyp.