Seifengold

Gold in Flüssen und Seen

Die einfachste, unkomplizierteste und billigste Goldgewinnung ist die aus sogenannten „Seifenlagerstätten“. Sie benötigen hierzu weder teure Gerätschaften noch Maschinen. Alles, was Sie brauchen, ist Geduld, Kondition, eine flache Schüssel in der Form einer Bratpfanne und einen goldführenden Fluß. An bestimmten Stellen konzentriert sich das Gold besonders häufig, vermengt sich mit Sanden und Kiesen und bilden mit anderen Schwermineralien „Seifen“. Je nach Entfernung der Seife zur ursprünglichen, primären Lagerstätte wechseln Größe und Grad der Abschleifungen einzelner Goldkörnchen. Naturgemäß sind die Flitterchen dort am größten, wo in nächster Nähe auch das Muttergestein zu finden ist.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Seifen: Einmal die „buried placers“, auch „begrabene Seifen“ genannt, und zweitens die „bench placers“, die „Terrassenseifen“. Ungefähr drei Viertel des Seifengoldes findet sich als kleinstes Blattgold, das so dünn ist, daß es grünlich erscheint. Nur der geringste Teil kommt in Klumpen und Körnchen (Nuggets) vor.

Hier findest Du Gold

Jeder Goldsucher, der mehrmals erfolgreich nach dem blinkenden Metall am Ufer eines Flusses wusch, kennt die wenigen Stellen, an denen er auch im nächsten Jahr mit Aussicht auf Erfolg den Sand wäscht. Denn die wiederkehrenden Hochwasser bilden an bestimmten Stellen neue Seifen.

  • Geröllbänke: Gold, ob als Nuggets (Körnchen, Klumpen) oder Flitterchen, findet sich im Geröll von Kieselanhäufungen, sofern diese bereits seit längerer Zeit an derselben Stelle liegen.
  • Sandbänke: In der Regel handelt es sich hierbei um Anhäufungen leichter Mineralienbestandteile; infolgedessen sind Schwermineralien (darunter Gold) nicht vertreten. Hat sich allerdings Sand im Innern einer Flußkrümmung angesammelt, sind mitunter auch Mineralien höherer spezifischer Gewichte zu finden.
  • Mulden: In Mulden und anderen Vertiefungen bilden sich bei Hochwasser lohnenswerte Goldkonzentrationen, meist in Verbindung mit dunklem Sand (Magnetit = magnetisch!).
  • Hindernisse: Ebenfalls findet sich Gold vor Flußhindernissen, vor grossen Steinen, aber auch im Moos und im Wurzelgeflecht ins Wasser ragender Bäume an goldführenden Gebirgsbächen und Flüssen.