Kembs 3

Hochwasser bescherte viele Goldfunde

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Goldsucher aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Italien nutzten den sonnigen Sommertag zur Goldsuche am Rhein. Ohne Absprache fand sich eine stattliche Anzahl bei den Inseln von Kembs ein. Die Digger kamen zumeist mit ihren Familien oder Freunden.Goldsucher aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Italien nutzten den sonnigen Sommertag zur Goldsuche am Rhein.

Ohne Absprache fand sich eine stattliche Anzahl bei den Inseln von Kembs ein. Die Digger kamen zumeist mit ihren Familien oder Freunden.

Hinzu gesellten sich noch Ausflügler, Angler und Sonnenbadende. Ein Elsässer präsentierte mir ein über zehn Zentimeter langes Aufbewahrungsglas mit einer stattlichen Anzahl Goldflitter darin. Er hatte das gelbe Metall bei zwei vorangegangenen Goldwäschen gewonnen.

Lust auf Goldwaschen am Rhein? Hier sind die nächsten Goldwaschtermine!

Für mich stellte sich die Frage, inwieweit das kürzliche Hochwasser das Geschiebe, den aus runden Kieselsteinen und Sand bestehenden Flussgrund, verändert hatte und wo sich eine erhöhte Goldkonzentration gebildet hatte.

Die Überraschung war groß: Der komplette Bereich zwischen der Halbinsel und der ersten Insel ist mit neuem Rheingold angereichert. Wochen zuvor, lange vor dem Hochwasser, waren an derselben Stelle die Funde nur noch bescheiden. Das hatte sich jetzt schlagartig geändert.

Den neuerlichen Goldreichtum hatten offenbar auch andere Goldsucher erahnt. Den ganzen Tag über trafen weitere Goldsucher ein. Einige wuschen nur kurze Zeit, andere suchten erprobten die Untiefen rund um die Inseln sowie entlang des Rheinufers.

Mit dabei war auch der Elsässer Guy Pflieger. Vom Mittag bis zu Abend hatte er die bislang größte Goldmenge erwaschen, die er je aus den Kembser Goldwaschgründen gewann.

Guy hatte sich von Anfang an auf eine Stelle konzentriert und schaufelte sich dort in ein fast metertiefes Loch hinab. Die Menge an Goldflitter hatte ihn so sehr überrascht, dass er vergaß, eine kurze Hose anzuziehen. Er stand mit seiner langen Jeans weit über die Knie in dem Loch.

Nun bleibt die spannende Frage, ob auch die anderen Goldwaschgründe entlang des Rheins ebenfalls vom Hochwasser profitiert haben. Es gilt, dies in weiteren Exkursionen zu überprüfen.