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Goldwaschen am Rhein bei Kleinkems

Sonniger Novembertag wie aus dem Bilderbuch

Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet. Das hat Folgen: Der Rhein führt extrem wenig Wasser. Auch am Altrhein ist das zu spüren. Während sich die Rheinschiffer wegen des niedrigen Pegels große Sorgen machen, freut's die Goldsucher. Denn jetzt liegen Geröllbänke frei, die bei einem Normalwasserstand überhaupt nicht erreichbar sind. Oder anders: Das niedrige Wasser legt ansonsten unerreichbare Kiesbänke frei.

So genoss ich heute einen herrlichen, sonnigen Novembertag am Rheinufer. Nun schon zum dritten Mal hintereinander war ich auf der Geröllbank südlich von Kleinkems.

Zugegeben, noch auf der Fahrt zum Rhein hatte ich mir überlegt, meine Goldvorräte auf einer der bewährten Goldwaschplätze aufzufüllen. Aber dann entschied ich mich doch dazu, den Kleinkemser Platz noch einmal aufzusuchen. Zum dritten Mal hintereinander. Die Entscheidung war goldrichtig.

Die Geröllbank liegt in einer Rechtsbiegung und ist rund 100 Meter lang und bis zu zwei Meter hoch. Dass sie immer wieder überflutet wird, ist an den großen Kieselsteinen sowie den relativ wenigen Weidenbüschen am Ufer zu erkennen. Leider ist der Weg vom Parkplatz aus weit.

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Da ich wenige Tage zuvor bereits mehrere aus Kieselsteinen bestehende Mauer in den Fluss gebaut und damit ideale Bedingungen für die Goldwaschrinne für ein optimales Durchströmen geschaffen hatte, stand einem raschen Arbeitsbeginn nichts im Wege. Die Rinne war schnell in die Strömung gelegt, dann folgte mit der Pfanne eine Probewäsche. Zu meiner Verblüffung fand sich schon beim ersten Mal und ohne Mühe ein etwa zwei Millimeter großes Goldflitterchen. Die Schürfstelle lag nur ein bis zwei Meter unterhalb der ursprünglichen Grabungsstelle.

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Das war das Startsignal, sofort mit dem Befüllen der Rinne zu beginnen. Bis zum späten Nachmittag wurde die Rinne lediglich drei Mal geleert und das gewonnene Konzentrat mit der Pfanne ausgewaschen. Die Goldflitterchen kamen sofort in das mitgebrachte Aufbewahrungsröhrchen. Die Menge der Flitterchen war beeindruckend.

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Trotzdem wollte ich an weiteren und entfernteren Stellen Waschversuche unternehmen. Dazu wurden lediglich die Schaufel, die Pfanne und ein kleines Sieb eingesetzt. Auffallend war, dass die kleinsten Goldflitterchen entlang der Wasserlinie sowie im Flussbett waren. Die meisten und größeren Funde machte ich oberhalb des abfallenden Ufers. Ebenso auffällig: Die obere Hälfte der Geröllbank führt offenbar mehr Gold als der untere Teil. Dabei spielt es keine Rolle, ob an der Wasserkante, im Fluss oder oberhalb des Ufers gegraben wird. Lange Wege zum Wasser sind nicht gerade der Traum eines jeden Goldsuchers. Im Falle eines gemäßigten Hochwassers dürfte sich die Konzentration des Golds im oberen Bereich als klarer Vorteil gegenüber anderen Waschbänken wie beispielsweise bei Istein oder Kembs sowie Neuenburg erweisen.

Franz-Josef H. Andorf

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