Steinenstadt

Goldwaschen bei der Nato-Rampe

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Kurze Wege, eine Fahrstraße bis direkt ans Rheinufer. Kein anderer Goldwaschplatz ist so bequem per Auto zu erreichen wie die Nato-Rampe beim Neuenburger Ortsteil Steinenstadt. Dank des geringen Wasserstandes am deutschen Ufer sowie einer ausladenden Geröllbank ist die Stelle in den Sommermonaten auch bei Badenden beliebt. Gemeinsam mit dem elsässischen Goldsucher Guy habe ich den Waschplatz getestet.

Das Ergebnis: Buddeln ist hier sehr leicht möglich, lange Wege zum Waschplatz gibt es überhaupt nicht. Die breite Straße, die vom Damm hinab in den Rhein führt, und ein großer Parkplatz lassen selbst größere Fahrzeugansammlungen zu. Kurze Wege, eine Fahrstraße bis direkt ans Rheinufer. Selten ist ein  Goldwaschplatz so bequem per Auto zu erreichen wie die Nato-Rampe beim Neuenburger Stadtteil Steinenstadt. Dank des geringen Wasserstandes am deutschen Ufer sowie einer ausladenden Geröllbank ist die Stelle in den Sommermonaten auch bei Badenden beliebt.

Gemeinsam mit dem elsässischen Goldsucher Guy habe ich den Waschplatz getestet. Das Ergebnis: Buddeln ist hier sehr leicht möglich, lange Wege zum Waschplatz gibt es überhaupt nicht. Die breite Straße, die vom Damm hinab in den Rhein führt, und ein großer Parkplatz lassen selbst größere Fahrzeugansammlungen zu.

Doch diese Annehmlichkeiten haben auch ihren Preis: Gold kommt hier zwar vor, allerdings nur gering.
Einen ganzen Tag nahmen wir den Waschplatz im April unter die Lupe. Normalerweise stellen sich in diesem Monat erste Hochwässer ein, da in den Alpen der Schnee zunehmend schmilzt und nach Norden über den Rhein entwässert. Seit einigen Jahren allerdings vermisse ich immer häufiger die Frühjahrshochwässer. Experten führen den Effekt auf die Klimaveränderung zurück.

Goldsucher Guy zeigte einem neugierigen Paar aus Lörrach, dass er sich auch bestens im Umgang mit Nadel und Faden versteht. Zu seinen Hobbies zählen ebenso Stickereien.

Die ersten Waschpfannen hatten uns lauten Jubel entlockt. Nur eine Schaufelfüllung ins Sieb, kurz durchgerüttelt und den feinen Sand von den Kieselsteinen getrennt, schon glitzerte das erste Goldflitterchen in der Pfanne. So war es bei mir, aber auch bei Guy. Über die Schnelligkeit, hier bei Steinenstadt das gelbe Metall zu finden, das erstaunte schon sehr. Ein paar Meter weiter wurden weitere Proben genommen. Schon wieder das gleiche Ergebnis.

Da war es keine Frage, die Goldwaschrinnen einzusetzen. Unterhalb der Rampe war zwischen kleinen Grasinseln ausreichende Strömung. Sie war teilweise so heftig, dass die Rinnen mit Steinen justiert werden mussten. Eine Stunde lang schaufelten wir direkt in die Rinnen, siebten zuvor das grobe Material heraus. Nach einer Stunde wurden unter großer Spannung die Matten ausgewaschen, das Ergebnis ausgewertet.

Doch die Enttäuschung war riesig. In meiner Rinne waren gerade mal drei kleine Goldflitterchen. Und bei Guy, dem ich nebenbei beim Schaufeln halft, zählte lediglich 13 Stück. Keines war größer als ein halber Millimeter, meist jedoch waren sie nur einen Bruchteil groß. Was hatten wir falsch gemacht? Also wurden die Rinnen um ein paar Meter flussabwärts versetzt. Wieder wurde geschaufelt. Diesmal war das Ergebnis noch geringer. Eine kurze Lagebesprechung brachte des Rätsels Lösung: Gold findet sich hier nur in der obersten, etwa 20 Zentimeter mächtigen Schicht. Das war die Erklärung, weshalb wir anfangs sofort fündig wurden, beim Graben in die Tiefe allerdings nur noch wenige Goldflitter fanden.

Das komplette Werkzeug wurde zurück zu den Autos gebracht. Nur mit Schaufel, Sieb und Waschpfanne wollten wir das Ufer flussaufwärts erkunden. Das Geröll war auffällig stark veralgt und die Kieselsteine, unterbrochen von Sandinseln, waren auch viel zu klein. Hier lag (fast) kein Gold!

Wer dennoch einmal den Steinenstädter Waschplatz ausprobieren möchte, findet ihn ganz leicht von der Landstraße zwischen Neuenburg und Bad Bellingen, bei Steinenstadt zum Rhein abbiegen. Kurz vor der Autobahn zweigt die Straße nach rechts und dann über eine schmale Autobahnbrücke ab, danach geht’s direkt zur Rampe.