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Helvetisches Goldmuseum

Helvetisches Goldmuseum

Gondo-Goldmine.

Hoch über der goldführenden Emme, im Verlies des Bergfriedes auf Schloss Burgdorf, befindet sich das Helvetische Goldmuseum. Im Mittelpunkt des Museums stehen die Goldwäscherei und die ehemaligen Goldminen in der Schweiz. Im Untergeschoss hinter zwei Meter dicken Mauern werden dem Besucher der strahlende Glanz und die Schönheit des Goldes anhand von Goldstufen, Goldnuggets und Waschgoldproben aus den Alpen und verschiedenen Schweizer Bächen vor Augen geführt. Kristallines Gold und Goldnugget aus der ganzen Welt erlauben zudem einen Vergleich mit dem in der Schweiz gefundenen Gold.

Das Schloss Burgdorf ist die grösste und am besten erhaltene zähringische Burganlage und wurde um 1190/1200 von Herzog Berchtold V. von Zähringen anstelle einer bestehenden hochmittelalterlichen Burg erstellt. Das Schloss war einer der zentralen Stützpunkte und bevorzugte Residenz des zähringischen Adelsgeschlechtes. Burgdorf kam später in den Besitz der Grafen von Kiburg. Nach einer erfolglosen Belagerung durch die Berner und Eidgenossen kaufte Bern 1384 Schloss und Stadt Burgdorf. Seither ist das Schloss bernischer Amtssitz. 1886 entstand das historische Schlossmuseum. Im Jahre 2000 kam das Helvetische Goldmuseum dazu und seit 2001 befindet sich auch das Museum für Völkerkunde im Schloss.

Gold ist in der Schweiz, wenn auch nur in kleinen Mengen, an verschiedenen Orten vorhanden. In zahlreichen Bächen des Mittellandes, von Genf bis zum Bodensee, kann Waschgold in Form kleiner Flitterchen gefunden werden. Kleine Goldnuggets führen einige Bergbäche in den Alpen. Das grösste je in der Schweiz gefundene Goldnugget wiegt 123 Gramm und stammt aus dem Vorderrhein bei Disentis. Im Herbst 2000 wurde im Val Sumvitg, Graubünden, ein Berggoldvorkommen entdeckt, das bisher in der Schweiz als einzigartig gilt. Der Fund umfasst 1,4 Kilogramm flechtenartiges Gold in einer Quarzader. Ein Stück dieses Fundes ist, auch im Helvetischen Goldmuseum zu sehen. Die Goldwäscherei hat in der Schweiz eine lange Tradition. Bereits der keltische Stamm der Helvetier hat im 1. Jahrhundert v. Chr. im Mittelland Gold gewaschen. Auf schräggestellten Brettern, belegt mit einem rauhen Tuch, dem sogenannten Waschbank, wuschen zwischen 1523 bis 1800 Goldwäscher aus der Reuss, der kleinen Emme und ihren Nebenflüssen rund 31 Kilogramm Gold.

Noch heute kann der Goldsucher mit Schleuse, einer modernen Waschbank, und der Pfanne aus Plastik die feinen Goldflitter aus den Bächen gewinnen. Geblieben ist aber die harte Knochenarbeit, um den Bächen das Gold zu entlocken. Dennoch wurde Goldwaschen zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung. Welche Ausrüstung zum Gold führt, ist im Helvetischen Goldmuseum zu sehen. In der Schweiz wurde das Gold nicht nur durch Waschen gewonnen. Bereits um 1550 soll bei Gondo im Zwischbergental Gold bergmännisch abgebaut worden sein. Einen "Goldrausch" erlebte Gondo ab 1892, als die "Société des Mines d'or d'Helvétie" mit umfangreichen Abbauarbeiten begann. Aber bereits 1896 wurden die Arbeiten mit grossen Verlusten wieder eingestellt. Weitere Goldminen wurden am Calanda bei Felsberg, in Salanfe im Unterwallis und in Astano und Sessa im Malcantone betrieben. Goldaktien, Gesteinsproben und alte Minenlampen erinnern im Helvetischen Goldmuseum an die Goldbergbautätigkeit in den Schweizer Alpen.

Öffnungszeiten & Adresse des Goldmuseums

  • Adresse: Helvetisches Goldmuseum, Schloss Burgdorf, Werner Lüthi, Eymatt 19, 3400 Burgdorf, www.schloss-burgdorf.ch
  • Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober von montags bis samstags von 14 bis 17 Uhr; sonntags von 11 bis 17 Uhr; 1. November bis 31. März sonntags von 11 bis 17 Uhr.
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