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Die Goldsucherbekleidung - Blue Jeans

Blue Jeans - Arbeitskleidung der Goldsucher

Sie ist einfach nicht unterzukriegen: die Blue Jeans, die Goldsucherhose schlechthin. Modebewussßte junge Menschen kombinieren sie mit Hermès-Tüchlein sowie Armani-Jackett, und der karrierebestrebte Großstadtcowboy stopft sein Commes-des-Garcon-Hemd in Blue Denim. Längst haben renommierte Couturiers die einstige Arbeiterhose zu einem salonfähigen Bekleidungsstück kreiert. Der Rebellenmythos hat sich ausgewaschen. Wer bisher immer der Meinung war, die "blauen Hosen" entstammen ausschließlich der kalifornischen Goldgräberepoche, der irrt gewaltig.

Trotzdem ist diese Hose auch heute eng mit den Goldsuchern verknüpft. Wer wo immer auf diesem Planeten nach dem gleißenden Metall schürft oder dem Untergrund einen Schatz entreißt, trägt sie: die Blue Jeans.

Ihren Weltruhm erlangte die Blue Jeans ab Mitte des vorigen Jahrhunderts. Es war das Jahr 1850. Zigtausende zogen in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, um mit Sieb und Waschpfanne ihr Glück zu suchen. Auch der 20jährige Levi Strauss aus dem fränkischen Heimatdorf Buttenheim hat sich in den goldenen Westen aufgemacht. Er wollte sich nicht die Hände schmutzig machen, sondern als Handelsreisender zu Gold kommen. In San Francisco eingetroffen, stellte er sehr rasch fest, daß die Goldschürfer sich wenig für Zwirnrollen und Knöpfe interessierten. Die harte Arbeit aber setzte der Bekleidung arg zu. Etwas Robustes mußte her: Hosen und robuste Beinkleider, die den Strapazen der Digger und dem rauhen Leben im Wilden Westen stets gewachsen war.

Strauss erkannte die Not und stieg kurzerhand aufs Schneiderhandwerk um. Der Prototyp seiner neuen Hose, die legendäre Levi's 501, gilt noch heute als das am meisten getragene Bekleidungsstück der Welt. Es wurde zum Synbol einer neuen Kultur: Die Blue Jeans trat ihren Siegeszug rund um den Erdball an. Kein Wunder, wenn sich mittlerweile sogar Historiker und Kulturforscher mit dem Phänomen beschäftigten. Sie fanden heraus, daß die Geschichte der Blue Jeans keinesweges erst 1850 begann, sondern bereits sehr viel früher.

Die Forscher entdeckten Leinentuchhosen bereits im 16. Jahrhundert. Ihr Weg führte sie bis nach Genua. Die oberitalienische Hafenstadt war Umschlagplatz für Waren aus aller Welt. Darunter auch Baumwolle aus Arabien sowie Indigo, ein gerade entdeckter pflanzlicher Farbstoff, aus Java und Bengalen importiert. In den Armensiedlungen der Stadt sowie in den Dörfern der Umgebung wurde fleißig gewebt, gesponnen und gefärbt. Die Reichen bekamen Samt und Seide, Grobes fürs Volk. Der Handel mit Textilien blühte.

1567 tauchte erstmals der Begriff „Geanes fustian" (geanes = genuisisch, fustian = arabisch Baumwolle) auf, fanden die Forscher heraus. Damit wurde ein derbes Bekleidungsstück bezeichnet, das vor allem für die Landbevölkerung und die Seefahrer vorgesehen war. Der Stoff wurde mit Indigo blau gefärbt.

Damit nicht genug. In der Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich die südfranzösische Stadt Nimes zu einem wahren Zentrum der Textilverarbeitung. Dort zeichnete sich ein Stoff durch besondere Stärke und Haltbarkeit aus: "Serge de Nimes". Der Baumwolldrillich wurde mit einer ganz speziellen Körperbindung hergestellt, einer neuartigen Technik produziert, die das Gewebe praktisch unverwüstlich machte.

Im vorigen Jahrhundert ließ Levi Strauss keineswegs Tücher von den Segelschiffen holen, um daraus robuste Beinkleider zu nähen, wie die Legende weismachen will. Vielmehr führte der Franke den Stoff namens "Serge de Nimes" aus Frankreich ein. Übrigens indigogefärbt nach dem Vorbild der genuisischen Seefahrer. Daraus wurden dann die Hosen der Goldgräber genäht. Schnell wurden die französischen Worte amerikanisch verkürzt und eroberten fortan als "Denim" die Neue Welt. Bereits zur Jahrhundertwende hatten nicht nur Baumwollpflücker, Holzfäller und Goldsucher Jeans aus blauem Denim an, auch Cowboys und Banditen erkannten die Vorzüge dieses strapazierfähigen Stoffs von langer Lebensdauer.

Mitte dieses Jahrhunderts bescherten amerikanische GIs den Europäern nicht nur Kaugummis und Coca Cola. Sie führten den "way of life" vor und mit ihm die Blue Jeans. Auf der Leinwand machten Kerle wie Marlon Brando und Jeames Dean den erstaunten Kinobesuchern klar, daß ein neues Zeitalter begonnen hatte - das der rebellischen jungen Männer. Nicht mehr brav und wohlerzogen wollte die Jugend der Welt sein, sondern lässig. Die Blue Jeans avancierte zum Symbol der Auflehnung gegen jede Form von Autorität und Unterdrückung. Die Jeans wurde zum Erkennungszeichen.

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