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Goldsuche mit Magnetometer

Magnetometer

Mit einem preiswerten Multimeter, das über einen eingebauten elektrischen Widerstand-Durchgangsprüfer in Ohm verfügt, kann man mit dieser einfachen elektronischen Methode einen Goldtest durchführen. Dieser Test wird sogar in professionellen Labors angewandt.

Leitfähigkeit

Bei diesen Test prüft man die Leitfähigkeit bestimmter Mineralien, wie Gold, Silber, Platin, Eisen etc. Diese Ohm-Messmethode erlaubt zumindest, dem Goldgräber eine simple aber sehr sichere Bestimmung von Gold, Pyrit und Glimmer vorzunehmen. Die Vorbehandlung der Testobjekte:

Testobjekte

Die zu testenden Mineralien müssen vor dem Ohm-Test, trocken und frei von Fremdbestandteilen, frei von Fett- und Ölrückständen sein. Die Testobjekte gibt man in einem nicht elektrisch leitenden Behälter, wie einer Plastikgoldwasch-Schüssel.

Vorgehensweise

  • Auf dem Multitester die Funktion Ohm Ω-Messung wählen. Den Wahl-Schalter auf x1 k Ohm stellen. Das Multimeter braucht für diese Betriebsart eine Batterie! Die zwei Tastspitzen auf das Objekt (Flitter) so aufsetzen, daß sich die Tastspitzen nicht gegenseitig berühren!
  • Das Multimeter zeigt dann 0 Ohm an, das heisst bester Leitwert, das bedeutet keinerlei Widerstand! Bei einem Analog-Instrument schlägt die Anzeige-Nadel voll aus, wenn es sich um Gold handelt. Hat man sehr feinen Goldstaub, (ohne Fremdbestandteile) macht man aus Goldstaub einen kleinen Haufen – und setzt die zwei Tastspitzen mit (entsprechenden Abstand zueinander) in den Goldstaub. Das Ergbnis müßte zwischen 0 – max. 3 Ohm lauten. Testverfahren mit der Einstellung x1 Ohm wiederholen.
Gold Bester Leitwert, kein Widerstand.
Silber Wie Gold, bester Leitwert, kein Widerstand.
Pyrit Auch Pyrit leitet, jedoch mit erheblich höherem Widerstand. Selbst bei einem Tastenspitzenabstand von wenigen Millimetern auf Pyrit, werden gleich Widerstände von mehr als 20 k Ohm gemessen. Je mehr sich jedoch der Tastenspitzenabstand auf Pyrit erhöht, erhöht sich auch der Widerstand. Pyrit ist also ein schlechter elektrischer Leiter. Der Kupferkies (je nach Kupferanteil) kann etwas bessere Leitwerte liefern.
Glimmer Alle Glimmersorten haben gemeinsam, daß sie keinerlei elektrische Leitfähigkeit haben! Das Multimeter zeigt daher gar nichts an.

Widerstands-Messung

Die Widerstands-Messung an Mineralien erlaubt auch dem Hobby-Goldgräber eine einfache und gefahrlose Analyse seiner Goldproben und kann neben der Teste mit der Salpetersäure dem Goldgräber schon sehr viel an Aussagekraft liefern.

Tecnomaster Walter Mayer, Santiago de Chile

Magnetische Methode für Placerlagerstätten

Die Geo- und Bergbau-Universität von Atacama/Chile hat einen Artikel über den Einsatz von Magnetometern zur Erkundung von Erzlagerstätten veröffentlicht. Für die Suche nach Placerlagerstätten wird diese Methode von professionellen Explorationsteams sehr erfolgreich eingesetzt - und war in der Vergangenheit aufgrund der relativ hohen Gerätekosten nur den Profis vorbehalten. Geschichtlicher Rückblick: Im Jahre 1915 konstruierte Adolf Schmidt/Potsdam den ersten brauchbaren Magnetometer mit einer Genauigkeit von 1 Gamma, das für Minen Explorationen tauglich war. Das Magnetometer ist das älteste universiell einsetzbare elektronische Prospektionsinstrument im Bergbau. Ob bei der Forschung nach Erdölvorkommen bis Goldminen (Primär- und Placergold). In Kanada z.B. wurde mit dieser Methode ausgiebige Placergoldlagerstätten entdeckt. Funktionsweise des Gerätes: Ein Magnetometer dient zur Messung der variierenden natürlichen magnetischen Feldstärke deren zeitlichen Änderung, der Erkun

dung von Lagerstätten, Aufspürung von geologischen Störungen, sowie für die archäologische Prospektion. Das Gerät erkennt wie ein Kompass den magnetischen Norden und macht sich den Faktor der örtlich gegebenen natürlichen magnetischen Ab- oder Mißweisung im Gelände zu Nutze. Nur im Gegensatz zu einem Kompass, um den Fakor 10.000x präziser, aber auch empfindlicher. Das Gerät reagiert schon beim Vorhandensein geringster magnetischer Veränderungen, wie z.B. bei einer Anhäufung von magnetischen Sanden, also schlichtweg dem wichtigsten Indikator bei der Placergoldsuche. Dazu gehört vor allem der Magnetit und Illmenit, die sich als Schwerekonzentrat als Beigabe zu Goldseifen anreichern, die das Gerät als lokale Anomalia präzise erkennt. Im Handel sind heute abgesehen von preislich unerschwinglichen Magnetometer mit Nuclear-Resonanz, auch preiswerte und hochwertige Geräte erhältlich, die nach dem Flux-gate oder nach dem System Overhauser arbeiten, die im Prinzip die Resonanz per Hochfrequenz erzeugen. Die Preise liegen bei einfachen Handheldgeräten mit oder ohne eingebauten Speicher und PC-Anschluß zwischen 1.500 bis 5.000 Euro.

Weitere Infos:
http://www.geometrics.com/html/magnetometers.html http://www.gemsys.ca/PDFDocs/GSM_9.pdf

Wer elektronisch etwas begabt ist, kann sich so ein Gerät für kaum 300 Euro an Bauteilen selbst zusammen bauen. http://www.astro.uni-bonn.de/~kbagschi/magnet-d.shtml kann für den Goldgräber entsprechend leicht adaptiert werden.

Glück auf! Walter Mayer, Santiago de Chile

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