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Körner, Nuggets und Goldklumpen

Nuggets & Goldklumpen

Wer träumt nicht davon, einmal in seinem Leben einen Riesengoldklumpen,ein Nugget oder ein "Nüßchen", zu finden? Aber nur selten findet sich Gold in Form nuß-, erbsen- oder gar faustgroßer Klumpen, die manchmal an "Lößkindl" erinnern. Leider gehen die meisten Menschen davon aus, wer ein Nugget findet, braucht bloß dem Flußlauf zu folgen und stößt dann irgendwo in den Bergen auf eine märchenhafte Erzader aus purem Gold. Tatsächlich findet sich dort kein einziges Nugget. - In einem Fachblatt las ich folgende Zeilen:

  • „Letzte Meldung! Eine Sensation bahnt sich an:... hat in einem unzugänglichen Bergrevier in Österreich Gold festgestellt. Eine Probewaschung ergab ungewöhnliche Ergebnisse. Nuggets bis zu 1/2 cm Größe waren darunter. So wie es aussieht, kündigt sich ein Goldrausch à la Klondike an..."

Natürlich habe ich mich unmittelbar nach der Veröffentlichung mit den dafür verantwortlichen Leuten in Verbindung gesetzt. Sollte etwa ein Naturgesetz ad absurdum geführt werden? Nuggets kommen nämlich niemals in unmittelbarer Nachbarschaft von Primärvorkommen (Berggold) vor. Meine Skepsis war berechtigt; der Autor dieser Meldung hatte, ebenso wie die Zeitschriftenredaktion, aus Sensationshascherei eine Falschmeldung verbreitet. Unkenntnis spielte eine große Rolle. Natürlich wurden keine Nuggets gefunden, allenfalls ein paar Flitterchen.

Probenwerte

eder Goldsucher sollte grundsätzlich alle Meldungen ähnlichen Inhalts mit besonderer Skepsis zur Kenntnis nehmen. Er muß wissen, daß das Seifengold durchweg silberärmer als das Berggold der primären Mutterlagerstätte ist. In einem großen Gebiet in Alaska wurden einmal 1500 Proben untersucht mit folgenden Werten:

  • 23 Prozent haben mehr als 90 Prozent Gold,
  • 42 Prozent haben zwischen 89,9 und 85 Prozent,
  • 26 Prozent haben zwischen 84,9 und 80 Prozent,
  • 9 Prozent haben unter 80 Prozent Gold.

Goldanreicherung

Die kleineren Teile waren goldhaltiger als die größere, die Außenzonen der größeren goldreicher als der Kern und die Goldkörnchen wurden stromabwärts immer goldreicher. Daraus resultierte eine Silberauslagerung durch das Flußwasser und eine relative Goldanreicherung. Dr. Hans Schneiderhöhn schreibt in seinem Buch "Erzlagerstätten" (Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, 1955):

„Daneben muß augenscheinlich auch noch eine kurze intermediäre Lösung und sofortige konkretionäre Wiederausfällung des Goldes an schon vorhandenen Goldteilchen stattfinden, wie die erzmikroskopische Struktur der Goldnuggets und ihr Vergleich mit Größe, Gestalt und innerem Gefüge der Goldteilchen in den primären Lagerstätten und ihrer Oxydationszone zeigt."

Wachsende Nuggets

Organische Bodensäuren bei Sauerstoffabschluß spielen hierbei eine große Rolle. Aufgrund elektrolytischer Vorgänge "wachsen" die Goldnuggets heran. Das erklärt, warum sie niemals im Muttergestein, sondern meist im unteren Teil einer Seife vorkommen.

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