Goldwaschen am Rhein 03.10.2019

Sonne pur lässt das Rheingold prächtig aufblitzen

Die Schar Goldsucher, die an diesem Goldwaschtag teilnahmen, müssen einen guten Draht zum Wettergott haben. Gestern regnete es noch in Strömen und für den morgigen Tag war ebenfalls düstere Witterung vorausgesagt. Aber heute herrschte allerschönster Sonnenschein. Wenn Goldsucher reisen…

Der Goldwaschplatz am wildromantischen Flussufer des Altrheins hat es in sich. Oft herrscht hier Sonnenschein oder zumindest trockenes Wetter, während ringsherum Regenfälle niedergehen. Heute herrschte am gesamten Oberrhein bestes Sonnenwetter. Kaum ein Wölkchen warf Schatten. Die Teilnehmer dieses Goldwaschtages hatten den einzigen kompletten Sonnentag in dieser Woche für ihre Suche nach dem gelben Metall ausgesucht.

Aber auch sonst war das Schürfen etwas anders als üblich. Vor allem die Teilnehmer selbst trugen mit ihrer super guten Laune dazu bei. So wurde der Tag zu einem ganz besonderen Erlebnis – für jeden einzelnen. Und dass sie auch noch Gold mit nach Hause nehmen konnten, versteht sich von selbst.

Dabei mussten die Goldsucher-“Lehrlinge” erst einmal die Kunst des Schürfens erlernen. Was nämlich so einfach aussieht, das Schwenken und Schütteln der Pfanne, ist etwas komplizierter.

Zunächst geht es darum, die leichten Sande von den schweren zu trennen. Dummerweise sind die meisten besonders schweren Sande von derselben Farbe wie jene, die über den Pfannenrand rausgespült werden. Ein Glück, dass im Rheinsand ein Mineral liegt, das sich gänzlich von den hellen Sanden unterscheidet: Das ist der schwarze Sand, das Magnetit. Es kommt häufiger vor als das Gold und ist dennoch rarer als alle anderen Mineralien. Und es ist pechschwarz.

Doch die wichtigste Eigenschaft: Schwarzer Sand verhält sich ähnlich wie das wertvolle, gelbe Metall. Und weil dies so ist, lassen sich auch Rückschlüsse auf die Grabungsstelle zu. Wo schwarzer Sand und in welcher Häufigkeit vorkommt, gibt es Gold.

Die Gruppe hatte die Technik des Pfannenschwenkens bald erlernt. Rasch meldeten die ersten ihre ersten eigenen Goldfunde. Die Freude war jedes Mal riesig, wenn das nächste Goldflitterchen auf dem Pfannenboden glänzte und vorsichtig in das Glasröhrchen getupft wurde. So kam ein Goldstückchen zum nächsten, bis irgendwann etliche Funde der Lohn der Mühe waren.

Am Nachmittag wurden die Goldwaschrinnen eingesetzt. Damit lässt sich die Goldausbeute deutlich erhöhen. Verantwortlich sind Vertiefungen in den Waschkanälen, in denen sich Gold und schwarzer Sand absenken. Letztlich muss dieses Konzentrat lediglich noch reingewaschen werden. Dazu werden die Waschpfannen benötigt.

Riesig gefreut haben sich Steffi (von der die meisten Bilder auf dieser Seite stammen) und ich mich über das Wiedersehen mit einer Freundesgruppe aus dem Hotzenwald. Ihre Freude und Herzhaftigkeit steckte alle anderen Teilnehmer an. Viel Lachen, viele freudige Gesichter und schönes Gold! Vielleicht ließ sich davon auch die Sonne anstecken, denn sie begleitete uns bis in die Abendstunden. Danke an alle!


Das schreiben die Teilnehmer!

  • Britta Sch. aus Freiburg: Hallo Steffi, hallo Franz-Josef, was für ein schönes Erlebnis an einem sonnigen, warmen Oktobertag, knietief im Wasser zu stehen und tatsächlich unterschiedlichste Goldstückchen aus dem Gemisch zu waschen. Dazwischen noch was Leckeres auf den Grill zu legen und den herrlichen Geschichten und Informationen von Franz-Josef zu lauschen. Wir alle waren begeistert, insbesondere die 3 Jungs, die mit prächtig gefüllten Röhrchen den Tag beendeten. Lieben Dank auch an den goldsuchenden Nachbarn und Freund.
  • Martina und Oliver H. aus Görwihl: Liebe Steffi, lieber Franz-Josef, vielen herzlichen Dank für den wunderbaren Tag mit Euch. Es war ein Erlebnis. Nicht nur Gold zu finden, sondern auch die vielen interessanten Informationen zur Historie des Goldwaschens am Rhein. Der sonnige Tag im goldenen Oktober war ein sehr schöner. Wünschen Euch weiterhin alles Gute. Die Hotzenwlder Martina & Olli
  • Claudius W. aus Dossenheim: Das Goldwaschen hat mir sehr gut gefallen und ich werde es weiter empfehlen. Vielleicht mache ich ein Hobby daraus. Ein Punkt muss ich aber bemerken: Es wäre besser, wenn den Teilnehmern empfohlen wird, wasserfeste Sandalen o.ä. mitzubringen statt Stiefel, da man sowieso knietief im Wasser steht. Viele Grüße aus Heidelberg
  • Anke M. aus Höhn: Bei schönstem Wetter war das für mich meine erste Goldsuche am Rhein. Ich bin beeindruckt und werde bestimmt wiederkommen; vielleicht trifft man sich noch einmal. Freitag war ich mit Rolf (Stuttgart) allein am Ufer. Leider hat es den ganzen Tag geregnet, aber er hat mich mit der Besorgung von reichlich Waschgut, für meine Rucksackrinne, bei bester Laune gehalten. Gold waschen, Seele baumeln lassen, ein tolles Erlebnis und die Glanzstücke betrachtet man sich jeden Tag. Grüße aus dem Westerwald sendet Anke
  • Matthias E. aus Görwihl: Lieber Franz-Josef, liebe Steffi, es war wieder ein super Tag bei Euch. Was will man mehr: schönes Wetter, mit Freunden Zeit verbringen, Grillen, ein Bierchen und dann noch Gold finden. Vielen Dank an Euch für diesen tollen Tag!!! Bis bald, Matthias
  • Barbara und Christian W. aus Iffezheim: Vielen Dank für den tollen Tag! Es hat uns sehr viel Spaß gemacht.

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Formular Grußtext


Goldwaschen am Rhein beim Goldsucher