Goldwaschen am Rhein 17.08.2019

Freunde halfen beim Goldwaschen eifrig mit

Zunächst ein dickes Dankeschön an meine Goldsucherfreunde Wolfgang und Hans sowie an Steffi. Sie haben es ermöglich, dass ich nach meinem Krankenhausaufenthalt den heutigen Goldwaschkurs durchführen konnte. Sie haben sich für die Teilnehmer heftig ins Zeug gelegt.

Dass das Goldwaschen kräftezehrend sein kann, spürten die Teilnehmer von Beginn an. Denn wer Gold finden will, muss zunächst den edelmetallhaltigen Sand in ein Sieb schaufeln und diesen anschließend von den groben Kieselsteinen trennen. Genau diesen Teil der Goldschürferei durfte ich (noch) nicht ausführen. Meine Freunde Wolfgang und Hans hatten glücklicherweise vor Tagen mitgeteilt, einzuspringen, Sand zu erschaufeln und vorzusieben. Das Gold aus den Pfannen waschen, das mussten die Teilnehmer dann selbst übernehmen.

Am liebsten hätte ich so gerne die Schaufel in die Hand genommen, wenn mir die Ärzte nicht ausdrücklich das Verbot ausgesprochen hätten. Zumindest für dieses Wochenende. So verlegte ich mich fast ausschließlich aufs Erläutern: woher das Gold kommt, was beim Schütteln und Rütteln in der Pfanne passiert und worauf man besonders achten sollte. Zum Beispiel auf das Vorhandensein des “schwarzen Sandes” (Magnetit).

Die Goldwaschbank südlich von Bad Bellingen ist eine der beliebtesten am Oberrhein. Hier finden sich Wochenende für Wochenende etliche Goldsucher ein. Viele kommen aus der Region, andere reisen von weither an, um das wertvolle, gelbe Metall zu schürfen. Die Geröllbank liegt im Altrhein auf der Innenseite einer Rechtskurve. Hochwässer haben dort eine “Goldlinie” gebildet, auf der sich eine höhere Konzentration an besonders schweren Mineralien befindet. Gold ist besonders schwer.

Besuch hatten wir übrigens noch von einem Goldsucher, der bereits in anderen Regionen nach dem gelben Metall schürfte und von seiner letzten Reise nach Österreich besondere Funde zeigen konnte: Er hatte mehrere Smaragde aus einem Bach gewaschen.

Nach der gemeinsamen Mittagspause wurden – wie üblich – die Goldwaschrinnen in die Strömung gelegt. Dazu hatte ich schon vor längerer Zeit aus großen Kieselsteinen einen kleinen Damm gebaut, der das Wasser direkt in die Rinnen führte. In diese Waschkanäle wurde so viel wie möglich ausgesiebter Sand getan. Die Strömung übernahm die Trennung der leichten von den schweren Sandpartikeln. Der “schwarze Sand” sowie die Goldflitterchen blieben in den Vertiefungen hängen und konnten abschließend mit der Pfanne reingewaschen werden.

Zum Schluss nochmals mein herzliches Dankeschön an alle, insbesondere an Wolfgang und Hans, aber auch an Steffi für ihre tatkräftige Hilfe. Und an die Teilnehmer. Es war eine super tolle Gemeinschaft.


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Formular Grußtext


Goldwaschen am Rhein beim Goldsucher