Goldwaschen am Rhein 29.06.2019

Erfrischender Goldwaschtag bei sommerlicher Hitze

Endlich wieder ein fallendender Rheinpegel! Nach Wochen des Bangens geht der Wasserstand im Rhein zurück. Zwar hat er noch immer nicht den für diese Jahrezeit normalen Tiefstand erreicht, aber das Goldwaschen auf dem beliebten Waschplatz südlich von Bad Bellingen ist wieder möglich. Und neues Gold ist auch angereichert worden.

Vor zwei Wochen musste das Goldwaschen aufgrund eines plötzlichen Zweijahreshochwassers abgesagt werden; letzte Woche war das Schürfen immerhin schon auf dem Ausweichplatz unterhalb der Isteiner Schwellen möglich. Und nun konnte der beliebteste Waschplatz am Oberrhein, beim Rheinkilometer 179, wieder betreten werden. Der Wasserstand war zwar noch etwas erhöht, doch dafür hatte sich an Stellen, die vor wenigen Wochen noch erschöpft waren, neues Gold angereichert. Das war die größte Überraschung.

Befreundete Goldsucher waren schon seit den frühen Morgenstunden vor Ort, hatten sich für sie optimale Plätze ausgesucht und waren eifrig dabei, das gelbe Metall dem Rheinsand zu entreißen. Dagegen hatte ich mich für unser “Basislager 2” entschieden. Der Grund war die angekündigte Hitze, der blaue Himmel und der angekündigte Dauersonnenschein. Das “Basislager” liegt nämlich unter dem Blätterdach mächtiger Bäume; direkt davor breitet sich die Goldwaschbank aus.

Der Wetterbericht hatte einen super heißen Tag mit Temperaturen von nahezu 40 Grad Celsius angekündigt; davon spürten wir am Goldwaschplatz nichts. Der schattige Platz war perfekt gewählt, und das Wasser am Ufer bot zusätzliche Kühle.

Das Hochwasser hatte ganze Arbeit geleistet. Die zuvor noch tiefen Löcher waren zumeist eingeebnet; der auf der Geröllbank üppige Bewuchs war deutlich reduziert.

Wo noch vor Wochen das oberflächige Gold abgegraben war, hatten sich neue Seifen gebildet. Das stellte ich erst im Laufe des Tages fest zu meiner Verwunderung fest; bis dahin grub ich gemeinsam mit den Teilnehmern an den Rändern einer größeren Mulde. Sie bot schon ab der ersten Pfanne Goldflitterchen.

Wer Gold waschen will, muss den Umgang mit der Pfanne verstehen. Das Rütteln und Schütteln sieht ziemlich einfach aus, allerdings kann es bei unsachgemäßem Gebrauch dazu führen, dass sich die schweren Partikel im Sandgemisch nicht von den leichten trennen. Das kann zum Verlust allen Goldes führen. Deshalb steht in meinen Kursen der richtige Umgang mit den Goldwaschpfannen an erster Stelle.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause wurden schließlich die Waschrinnen eingesetzt. Dank des erhöhten Wasserstandes konnten wir sie unmittelbar an der Grabunsstelle einsetzen und mit Sand befüllen. Ein paar Schaufellaldungen genügten, bis es ans Auswaschen des Konzentrates ging. Als Belohnung winkten mehrere Flitterchen auf einmal.

Für die Teilnehmer, aber auch für Steffi und mich war dieser Tag wieder ein echter Traumtag: herrliches Wetter, angenehm warmes und zugleich kühlendes Wasser und super nette Leute, die wir in die Kunst des Goldwaschens einführen und ihnen ein wenig Einblick in die Arbeit der Goldsucher vermitteln durften. Für alle war das Goldwaschen absolutes Neuland; etliche von ihnen möchten sich dem Hobby intensiver widmen. Wer weiß, vielleicht werden wir sie irgendwann wieder mal am Ufer des Rheins antreffen. Dann als echte Profis, die bereits von etlichen neuen Funden berichten können. Herzlichen Dank an alle! Es war Spitze!


Das sagen die Teilnehmer!

  • Leonhard Sch. aus Bonn: Lieber Franz! Vielen Dank für diesen wunderbaren Tag im Herzen der Natur! Für Vater und Sohn – den beiden Leos – war es ein einmaliges Erlebnis. Besonders hat uns Deine sehr freundliche und authentische Art gefallen, uns dieses vielfältige Erlebnis zu vermitteln: Natur pur, Wissen um die geologischen Tatsachen rund ums Gold, das Gold selbst und natürlich auch ein schönes Gemeinschaftserlebnis. Dankeschön auch an Steffi!
  • Beatrice E. aus Seligenstadt: Hallo Ihr Lieben 🙂 Ihr seid ein super Team und super organisiert. Bei herrlichem Wetter und mit Gleichgesinnten haben wir einen perfekten Tag verbracht. Vielen Dank für dieses tolle Erlebnis. Beatrice und Oliver
  • Katrin R. aus Donaueschingen: Hat super viel Spaß gemacht. Danke, Kathrin und Andy
  • Pia B. aus Ottweiler/Fürth: Es war Natur pur! Eine wunderschöne Landschaft. Man konnte nicht nur Gold suchen, sondern auch Fische, Kröten und andere Wasserbewohner beobachten, was auch für Kinder ein echtes Erlebnis ist! Das Goldsuchen hat natürlich auch riesen Spaß gemacht! Vielen Dank für diesen wunderschönen, unvergesslichen Tag am schönen Rhein!
  • Hannelore L. aus Schömberg: Hallo Franz, liebe Steffi, super gute Idee, bei den Temperalturen mit den Füßen im Wasser, dabei einen klaren Kopf zu behalten und nebenbei noch “Schaffe”. Geht alles, wenn man das Goldfieber in sich hat. Man sieht es im Rückblick der Fotos. Ein schöner Tag und eine gute Organisation. Herzlichen Dank Euch beiden und der super Gruppe. Grüßle von Hannelore “Reigeschmeckte im Schwabenland”.
  • Birgit, Lea, Karlheinz Sch. aus Raunheim: Hallo Franz und Steffi, erstmal herzlichen Dank für diesen schönen Tag. Wir wünschten uns ein außergewöhnliches Abenteuer, was wir unter Eurer guten und professionellen und freundlichen Leitung auch bekommen haben. Die ganze Truppe war super und unkompliziert. Unter Eurer Leitung gerne wieder. Birgit, Lea und Karlheinz

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Formular Grußtext


Goldwaschen am Rhein beim Goldsucher