Goldwaschen am Rhein 29.09.2018

Riesige Freude über den ersten eigenen Goldfund

Du kannst Filme ansehen und anderen zuschauen, wie sie Gold schürfen. Oder Du packst die Sachen und schürfst selbst. Du tauchst ein in ein Abenteuer ohnegleichen, genießt die Natur, schaust in die Pfanne. Unbeschreibliche Freude überkommt Dich, wenn Dein erster eigener Goldfund glänzt. Du bist Goldsucher.

Das Abenteuer, sich selbst unter die Goldsucher zu mischen und zu erfahren, was die Leute an dem gelben Metall so sehr fasziniert und selbst das Goldfieber zu erfahren, das erlebten am Samstag die Teilnehmer des letzten Goldwaschkurses im September. Schönstes Spätsommerwetter herrschte, der Himmel war blau angemalt und die wildromantische Uferlandschaft des Altrheins präsentierte sich im besten Licht.

Wer Gold suchen will, braucht keineswegs in ferne Länder reisen. Das kostbare und schönste aller Metall liegt im Rheinsand verborgen. Es will geborgen werden. Es zu finden und einige Goldstückchen aus dem Sand zu holen, ist denkbar einfach. Allerdings bedarf es einiger Übung und ein wenig Grundwissen über den Fluss, sein Bett und das Flussgeschiebe. Mit ein Übung und der richtigen Waschtechnik findest Du es schon innerhalb kürzester Zeit.

Das können die Teilnehmer dieses Goldwaschtages bestätigen. Anfangs noch ziemlich kritisch, führte ich die knapp über ein Dutzend Leute aus der Region, dem schönen Schwabenland und anderen Teilen Deutschlands zur Goldwaschbank südlich von Bad Bellingen. In der letzten Zeit war ich dort schon etliche Male; stets mit guten Ergebnissen. Zuletzt  letzten Donnerstag hatte ich mich dort mit anderen Profis getroffen.

Zunächst ging es darum, den Teilnehmern etwas Grundwissen zu vermitteln, anschließend wurden die Pfannen mit ausgesiebtem Sand gefüllt, um gemeinsam das richtige Rütteln, Schütteln und Schwenken einzuüben. Und siehe da, irgendwie wollten die Arme die gezeigten Bewegungen nicht wie gewünscht nachahmen. Aber mit jedem neuen Versuch klappte es besser. Schon bald tauchten erste Goldflitterchen auf. Der Erfolg war in Form eines, zwei oder drei Goldstückchen sichtbar. Was für ein Anblick!

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Bis zu acht Goldflitterchen auf einmal fanden die Teilnehmer allein in einer Pfanne, meistens waren es zwei oder drei. Und wenn mal keines in der herrlichen Spätsommersonne glänzte, hatte man entweder irgend etwas falsch gemacht oder der Sand enthielt keines. Das kann passieren. Umso größer die Begeisterung mit jedem weiteren Fund.

Goldsucher lesen den Fluss, die Steine und das Ufer. Das gelbe Metall findet sich konzentriert, oft auf einer Goldlinie. Diese wird bei Hochwasser gebildet, wenn die Strömung die Geröllbank mit neuem Gold anreichert. Weshalb hier eine Goldlinie verläuft und warum wir nur darauf schürften, das erklärte ich den Teilnehmern, deutete auf verschiedene Indizien und machte als Beweis auch einen Waschversuch außerhalb dieser Goldlinie – mit einem erwartungsgemäß mäßigen Erfolg.

Mit diesem Wissen und bereits zahlreichen Goldflitterchen ausgestattet, ging’s zur Mittagspause. Direkt auf der Geröllbank wurde ein kleines Lagerfeuer entzündet; auf dem Rost bruzzelten bald herrlich duftetende Würstchen sowie andere Leckereien. Während der kleinen Pause erzählte ich Geschichten rund ums Goldwaschen und gab einen kleinen Einblick in die über 2000-jährige Geschichte der Goldsucherei am Rhein.

Anschließend wurden die Waschrinnen eingesetzt. Mit diesen Schleusen wird die Goldausbeute beträchtlich erhöht. Letztlich müssen nur noch die in den Rillen eingefangenen schweren Sande mit der Pfanne reingewaschen werden. Je mehr Material in die Rinnen gebracht wird, umso höher die Ausbeute.


Das sagen die Teilnehmer

  • Horst K. aus Bötzingen: Schönes Erlebnis und absolut zur Nachahmung empfohlen. Noch immer schaue ich das Gläschen mit den Goldflittern an und kann immer noch nicht glauben, dass man so schnell fündig wird. Natürlich liegt das an der ausführlichen Erklärung. Es war ein schönes Erlebnis.

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Goldwaschen beim Goldsucher am Rhein