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Goldwaschen am Rhein 03.10.2020

Herbstsonne belohnte die Goldsucher am Rhein

So ein Glück! Noch am frühen Morgen – beim Blick auf den Wetterbericht – hatten Steffi und ich Stirnrunzeln. Wir erwarteten einen nasskalten Herbsttag und packten deshalb zusätzlich warme sowie wetterfeste Bekleidung ein. Doch kaum am Rheinufer angekommen, riss die Wolkendecke auf. Bis in die Abendstunden hatten wir warme Temperaturen sowie Sonnenschein. Die nächste Überraschung lieferte eine Teilnehmerin gleich zu Beginn dieses Goldwaschtages: Sie hatte ein über 2 mm mächtiges Goldstückchen in der Pfanne.

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Goldwaschtage liefern immer eine Überraschung. Mal stimmt das Wetter so gar nicht, wie es der Wetterbericht ankündigt (meistens ist es viel, viel schöner), mal werden spektakuläre Funde gemacht. Heute war das Wetter die erste Überraschung: Steffi und ich hatten mit Dauerregen bis in die Abendstunden gerechnet. Doch es kam ganz anders. Kaum am Goldwaschplatz südlich von Bad Bellingen angekommen, verschwanden die Regenwolken und gönnten uns den ganzen Tag lang schönsten Sonnenschein. Die zweite Überraschung lieferte eine Teilnehmerin.

Kurz nachdem sie begann, den Umgang mit der Goldwaschpfanne einzuüben, hatte sie schon ein größeres Goldflitterchen gefunden. Das prächtige Goldstück begeisterte uns alle und ließ das Goldfieber so richtig aufkommen. Rasch wurden die Pfannen mit ausgesiebtem Sand gefüllt, danach ausgewaschen. Mit etwas Glück tauchten im schweren, schwarzen Sand bereits die ersten Flitterchen auf. Allerdings waren sie deutlich kleiner, manche nicht einmal einen Millimeter groß. Doch das tat der Freude keinen Abbruch.

Gold zu suchen und auch noch zu finden, ist ein seltenes Erlebnis. In den einschlägigen Goldgräberfilmen schaufeln verwegen aussehende Goldgräber am Ufer eines Flusses Sand in die Pfanne. Ein paar Mal kräftig rütteln, schon tauchen Goldflitterchen und sogar Goldnuggets auf. Was die Digger nicht verraten: Man muss wissen, wo auf einer Geröllbank die Goldlinie verläuft. Meist liegt sie eben nicht direkt an der Wasserkante.

Bei Hochwässer schwemmen die Fluten auf der Goldlinie mehr schwere Sande an beziehungsweise befördern die leichteren Partikel fort.

Dann geht es darum, den Sand zwischen den Steinen zu bergen und diesen auszuwaschen. Dabei kommt es aufs richtige Rütteln und Schütteln an, wobei die obenauf liegenden, leichten Sande über den Pfannenrand wieder zurück in den Fluss gespült werden. Übrig bleibt ein Schwermineralienkonzentrat, gut sichtbar am schwarzen Sand (Magnetit). Mit etwas Glück liegen ein oder mehr Goldstückchen dazwischen.

Die Teilnehmer hatten den richtigen Dreh ziemlich schnell raus. Ein Fund nach dem anderen wurde gemacht. Die Begeisterung war riesig. Vom Goldfieber angesteckt hätten wir beinahe die geplante Mittagspause verpasst. Doch Steffi erinnerte mich daran, so dass wir einen kleinen Grill aufbauen konnten. Bald bruzzelten die ersten Würstchen auf dem Rost. Eine Gruppe eifriger Damen hatte gleich einen ganzen Topf mit leckerer Pizzasuppe mitgebracht. Der Duft roch herrlich und machte hungrig.

So gestärkt ging es nachmittags daran, die Goldwaschschleusen einzusetzen. Dabei handelt es sich um flache Rinnen, auf deren Böden Vertiefungen sind. Spült man ausgesiebten Sand darüber, verfangen sich die besonders schweren Sande (und Gold). Die Strömung kann ihnen nichts anhaben. Letztlich müssen lediglich noch die in den Rillen eingefangenen schweren Sande mit der Pfanne ausgewaschen werden. Deshalb ist der richtige Umgang mit der Goldwaschpfanne ein Muss.

Für Steffi und mich (und sicherlich auch die Teilnehmer) war der Tag viel zu schnell vorüber. Doch wir sind uns sicher, dass ihnen das Erlebnis noch lange in Erinnerung bleiben wird. Und Gold konnte auch jeder mit nach Hause nehmen.

Grußworte der Teilnehmer

  • Beatrice B. aus Baden-Baden: Es war ein toller Tag. Selbst die Sonne hat gestrahlt. Ein Ereignis, an das man sich sehr lange erinnern will.
  • Andreas S. aus Dortmund: Liebe Steffi, lieber Franz, in der Tat… wir hatten nicht nur Glück beim Schürfen, sondern auch das Wetter war uns wohlgesonnen. An dieser Stelle nochmals vielen, vielen Dank für das rundum schöne Erlebnis! Du, lieber Franz, hast uns mit Deinem Wissen und Deiner charmanten Art sehr viel Freude bereitet. Deine Hilfe war, im wahrsten Sinne des Wortes, Gold wert. Liebe Steffi, Deine Bilder sind ‘ne Wucht! Vielen Dank für Eure freundliche und fachkundige Begleitung! Liebe Grüße aus Dortmund und Freiburg, Lisa, Katharina und Andreas
  • Karin P. aus Münstertal: Liebe Steffi, lieber Franz, vielen Dank für diesen wunderschönen Tag. Das Gold und die Sonne strahlten um die Wette. Und natürlich auch unsere Gesichter nach den ersten Goldfunden. Ich werde Euch auf jeden Fall weiter empfehlen. Liebe Grüße Karin
  • Angelika W. aus Heitersheim: Hallo liebe Steffi, lieber Franz, was will man mehr: strahlender Sonnenschein und was Glänzendes in der Schale. Ein erlebnisreicher Tag mit vielen Informationen. Habt vielen Dank dafür, liebe Grüße Angelika
  • Clemens S. aus Schliengen: Liebe Steffi, lieber Franz, vielen Dank für die tollen Stunden am Rhein. Es hat uns beiden unheimlich viel Spaß gemacht. Mein Junge war die Zeit, wo er bei mir war, total happy und aufgedreht. Der Informationsfluss, Eure Geduld und Unterstützung, hat uns das Glück beschert, ein wenig Gold zu finden. Wir werden wiederkommen und diesmal mit Gummistiefeln für mich :-) . Versprochen! Wir werden Euch auf jeden Fall weiter empfehlen. Liebe Grüße von Ben und Clemens