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Goldwaschen am Rhein 06.09.2020

Das meiste Gold liegt auf einer Goldlinie

Der liebe Gott muss ein Goldsucher sein. Obwohl der Wetterbericht für den heutigen Sonntag auch Regenschauer prophezeite, fiel kein einziger Tropfen vom Himmel. Sogar der Rheinpegel war ziemlich stark gefallen. Für uns Goldsucher war der Tag perfekt. Das lag aber auch an den Teilnehmern. Es war eine fröhliche, eifrige, wundervolle Gruppe.

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Das Ende des Sommers ist nicht mehr zu übersehen. Die ersten Blätter im Rheinwald färben sich gelb und braun, die sonst üppigen Vegetation lichtet sich zusehends. Kein Zweifel, der Herbst streckt die Fühler aus. Dabei fällt es dem Sommer schwer, Abschied zu nehmen. Zwar zogen dichte Wolkenbänder über uns hinweg, rissen immer mal wieder auf und bescherten uns Sonnenschein, doch das bisschen Regen, das angekündigt war, blieb gänzlich aus. Und die warmen Temperaturen waren geradezu ideal fürs Goldwaschen.

Goldsucher gehen bei jedem Wetter hinaus ans Flussufer. Schlechtes Wetter – sagt man – gibt es nicht, nur die unpassende Bekleidung. Wenn’s dennoch trocken und warm bleibt, dann mögen wir Goldsucher das Wetter ganz besonders. Und wenn man dabei auch noch reichlich fündig wird, ist der Tag perfekt. So war es auch heute.

Wieder hatten sich Steffi und ich für das “Basislager 2” südlich von Bad Bellingen entschieden. Der Platz liegt geschützt unter großen Bäumen. Direkt davor erstreckt sich eine riesige Geröllbank. Unter Goldsuchern hat sie den besten Ruf. Denn hier findet man immer Gold. Man muss lediglich wissen, wo die Goldlinie verläuft.

Wie eine Goldlinie entsteht und woran man selbst bei sehr niedrigem Wasserstand erkennt, wo bei Hochwasser die Hauptströmung verläuft, darüber erzählten Steffi und ich unseren heutigen Goldwaschteilnehmern. Wir zeigten ihnen, worauf sie beim Schürfen achten, wie die Pfannen zu schwenken und das Gold aus der Pfanne zu bergen ist. Schließlich sollte ja jeder selbst geschürftes Rheingold mit nach Hause nehmen.

Die großen und kleinen Goldsucher hatten schon recht früh die richtige Waschtechnik eingeübt, so dass wir uns ausführlich mit den Waschrinnen beschäftigen konnten und somit ein wenig mehr Gold aus dem Flusssand holen konnten. Einige Kinder waren besonders eifrig. Dass es “so leicht” sei, das gelbe Edelmetall “hier am Rhein” zu schürfen, das hätten sie nicht gedacht. Einer Bub entdeckte beim Waschen sogar seinen Traumberuf: Wenn er erwachsen ist, will er Goldsucher werden. Natürlich erst nach der Schulzeit.

Übrigens, auch heute war wieder ein Paar dabei, das mit Begeisterung während des ganzen Tages fotografierte und ein Video machte. Die ersten Bilder konnten wir bereits am Abend auf Instagram sehen. Vielen Dank! Wir sind begeistert! Ebenso an alle übrigen Teilnehmer: Die Goldsuche mit Euch war für uns ein wunderschönes Erlebnis. Dafür unser herzliches Dankeschön!

Grußworte der Teilnehmer

  • Tanja S. aus Tiefenbronn-Mühlhausen: Liebe Steffi und lieber Franz, vielen, vielen Dank für diesen tollen Tag mit Euch. Es hat mega Spaß gemacht. Wir haben sehr viele Informationen bekommen, tolle Gespräche geführt und feste gewaschen und mächtig was über das blinkende “Gelb” gelernt. Sensationelle Organisation, gerne wieder. Alles Liebe und Gute für Euch, herzliche Grüße Tanja und Romain
  • Daniela J. aus Neuenburg: Liebe Steffi und Franz, Goldwaschen schien ein “Kinderspiel” zu sein. Da hatte ich keine Chance gegen die Technik meines Sohnes. Herzlichen Dank für den schönen Tag.
  • Elfi M. aus Zimmern: Hallo Steffi und Franz! War ein spannendes und schönes Erlebnis. Hat Spaß gemacht, die Suche ging viel zu schnell vorbei. Danken Euch für die Informationen und den schönen Tag, freuen uns schon auf den nächsten Goldwaschdtag. Habt eine gute Zeit. Liebe Grüße Elfi, Jürgen, Carola und Thomas