Sie sind hier: Startseite » Rückblick

Goldwaschen am Rhein 16.08.2020

Goldwaschen ist Balsam für die Seele

So viele Jahre schon wasche ich Gold am Rhein. Aber noch nie glich ein Tag einem anderen. Steffi und ich freuen uns auch jedes Wochenende auf die Goldwaschkurse, wenn wir Urlauber und Einheimische in die Arbeit der Goldwäscher einführen dürfen. Und jedes Mal treffen wir auf engagierte, begeisterte Leute – große und kleine. So war es auch diesen Sonntag. Diesmal waren noch etliche “Profis” vor Ort, darunter ein Goldsucher aus Polen.

Weiter: Zur Übersicht aller Goldwaschtage

Wenn Steffi und ich die Teilnehmer des Goldwaschkurses ans wildromantische Rheinufer führen, sind wir jedes Mal beim Anblick der herrlichen Landschaft begeistert. Auch diesmal hatten wir uns für das “Basislager 2” entschieden. Denn hier nutzen wir einen ganz speziellen Lagerplatz. Er liegt unter großen, schattenspendenden Bäumen und bietet Platz, sich auch einmal in die Kühle zurückzuziehen. An sonnigen Sommertagen ist das “Basislager 2” der perfekte Ort. Die Schürfstellen liegen unmittelbar unterhalb auf einer riesigen Geröllbank. Hier findet jeder sein bevorzugtes Plätzchen.

Doch bevor jeder seine Waschpfanne mit ausgesiebtem Sand füllt, wird zunächst ein wenig Grundwissen vermittelt: Woran man eine gute Schürfstelle erkennt, wie sich die schweren Goldplättchen in der Pfanne verhalten und wie entscheidend das richtige Schütteln und Rütteln der Pfanne ist. Mit ein wenig Übung tauchen schon nach kurzer Zeit die ersten Goldstückchen auf. Meist sind sie winzig klein, manchmal weisen sie einen Durchmesser von einem und mehr Millimeter auf. So war es auch heute. Die Goldsucher gingen mit Begeisterung daran, packten die Schaufeln, warfen Geröll und Sand in die Siebe und wuschen den gewonnenen Sand aus. Manchmal glänzten zu viele Sandpartikel im Sonnenlicht; es ist eben nicht alles Gold, was glänzt. Doch wer einmal den Glanz echten Rheingoldes gesehen hatte, konnte fortan den Unterschied zu goldig glänzenden Begleitmineralien deutlich erkennen. Gold ist eben einmalig. Ein Bub war besonders eifrig, hatte den “Trick”, wie er die Pfanne bewegen musste, rasch heraus und sicherte sich immer wieder neue Flitterchen.

Für eine Überraschung sorgte auch ein Profi, der mit einer sehenswerten Waschrinne vor Ort war und sich durch uns nicht abhalten ließ, eine Schaufellandung nach der anderen in seine Rinne zu kippen. Und das ohne Pause – bis in die Abendstunden.

Wer an seiner Arbeit Interesse zeigte, dem gab er bereitwillig Auskunft über die Funktionsweise seiner Anlage. Aber auch wir hatten für die Teilnehmer Waschrinnen dabei. Kurz nach der gemeinsamen Mittagspause wurden drei Rinnen in die Strömung gelegt. Da der Fluss zu dieser Jahreszeit eine nur geringe Strömung hat, hatten Steffi und ich schon vor Monaten an dieser Stelle aus großen Kieselsteinen ein kleines Wehr gebaut. Die Mauer ist mit einigen Durchlässen versehen, in die die Rinnen gelegt werden. Dabei entsteht eine ausreichende Strömung. Die meisten Teilnehmer nutzten die Waschrinnen und konnten sich über deutlich mehr Goldflitterchen freuen.

An dieser Stelle möchten sich Steffi und ich nochmals bei allen Teilnehmern bedanken. Einige wollen “unbedingt wiederkommen”, so sehr hat ihnen das Goldwaschen Spaß gemacht. “Dabei kann man so schön entspannen!” freute sich ein Goldsucher. Ja, das können wir nur bestätigen. Das gilt selbst nach vielen, vielen Jahren noch immer.

Grußworte der Teilnehmer

  • Christian W. aus Kippenheim: Hallo, wir hatten einen tollen Tag gehabt und natürlich Gold gefunden. Das Wetter war perfekt und Franz und Steffi haben sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Vielen Dank an die beiden. Deer Teilnehmerbeitrag ist wirklich angemessen für das, was hier geboten wird. Liebe Grüße!
  • Stefan S. aus Villingen-Schwenningen: Hallöchen, es war ein sehr schöner Tag. Alle hatten Spaß. Vielen Dank!
  • Florian K. aus Kirchhain: Vielen Dank für den tollen Goldsucher-Tag. Es war sehr gut organisiert und trotz des heißen Wetters hatten wir mit dem “Basislager 2” einen schattigen Platz zum Ausruhen in der Mittagspause. Die Stelle am Rhein war toll gewählt. Wir hatten einen schönen letzten Ferientag bei Euch und kommen gerne nochmal vorbei. :-)
  • Katharina U. aus Vöhrenbach: Goldwaschen ist auch was für die Großen! Dieses Geburtstagsgeschenk an meinen Freund war ein voller Erfolg. Wir hatten Spaß, haben Gold gefunden, vieles gelernt und nette Menschen getroffen. Ein Tipp: An heißen Tagen unbedingt noch Badesachen mitbringen, dann kann man im Anschluss an den Kurs noch etwas Badespaß haben. Es ist wirklich schön dort. Vielen Dank und liebe Grüße. :-)
  • Heiko R. aus Ostrach: Nochmals ein herzliches Dankeschön für den tollen Lehrgang… Danke schön. Mit freundlichen Grüßen aus Oberschwaben, Heiko R.
  • Jürgen H. aus Kirchzarten: Es war wirklich ein herrlicher und rundum gelungener Tag. Die Sonne am Himmel, mit den Strandsandalen im Wasser in schönster landschaftlicher Umgebung. Und dann, nach der eindrucksvollen Goldwasch-Einführung, hatten wir prompt schon die ersten Flitterchen in der Pfanne. Aber auch die, die nicht gleich fündig wurden, konnten spätestens , als die Waschrinnen aufgestellt wurden, ihr eigenes Gold in den Händen halten bzw. in den Glasröhrchen ihr Eigentum nennen – und wir konnten unsere selbst gewaschenen Schätze weiter vermehren. Am Ende hatten wir beide 4 und 7 Goldflitterchen, wobei einige größer als ein Millimeter waren. (Anbei gesondert noch einige Mikroskopaufnahmen 100x bis 1000x, auf Millimeterpapier) – Goldsucher.de antwortet: Lieber Jürgen, ganz herzlichen Dank für die tollen Bilder. Wir sind völlig aus dem Häuschen. So schöne Fotos von den Goldflitterchen – SPITZE!