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Goldwaschen am Rhein 30.05.2020

Goldwaschtag bei traumhaft schönem Sonnenwetter

Diesem Tag haben wir lange entgegengefiebert. Aufgrund der Corona-Epidemie mussten alle Goldwaschkurse abgesagt werden. Heute konnten wir endlich wieder starten – unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen. Doch das sollte bei einer Outdoor-Veranstaltung wie dem Goldwaschen am Rhein keine Probleme bereiten. Abstände waren aufgrund der riesigen Geröllbank einzuhalten. Lediglich das gemütliche, gemeinsame Grillen fiel aus. Und Gold gefunden haben wir natürlich auch.

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Noch am Vortag waren Steffi und ich am Rhein unterwegs, kontrollierten die Fahrtstrecke zum Goldwaschplatz und den Platz selbst. In den letzten Monaten waren einige befreundete Goldsucher fleißig gewesen. Ihre Spuren waren deutlich zu sehen. Mit “Goldbolle” hatten wir laufend Kontakt gehalten; er schickte uns per Whatsapp Bilder seiner Funde und wie er sich abmühte, das gelbe Metall zu schürfen. Seine Funde waren beachtlich. Aber die Einsamkeit am Ufer war doch etwas ungewohnt. Nur selten gesellten sich andere Goldsucher zu ihm.

Umso größer die Freude, als heute wir – wie in alten Zeiten – am Rheinufer auftauchten. Aus Sicherheitsgründen hielt ich die Einführung nicht unter dem schattenspendenden Blätterdach des Rheinwaldes, sondern direkt auf der Geröllbank. Hier hatten wir genügend Platz; jeder fand sein Lagerplätzchen.

Manche fragten sich, wo denn nun das Gold verborgen liegt? “Hier liegt es überall herum.” Doch wer es bergen will, muss die richtige Waschtechnik anwenden – und schaufeln. Das Gold des Rheins ist klein und zeigt sich zumeist in Form kleiner Flitterchen. Nur selten sind größere Stückchen mit einem Durchmesser von einem, zwei und drei Millimeter dabei.

Gleich in der ersten Testpfanne fand sich ein solch schönes Stück. Etwa einen Millimeter maß es und war auf dem Pfannenboden nicht zu übersehen. Im Sonnenlicht des herrlich blauen Tages glänzte es heftig. Rings herum streute sich der schwarze Sand, ein deutlicher Hinweis, dass hier noch mehr Gold liegen müsste. Denn der schwarze Sand ist ein Eisenmineral und hat folgedessen eine hohe Dichte, ist also besonders schwer. Dank der schwarzen Farbe ist der Magnetit gut von den anderen, helleren und leichten Sande zu unterscheiden.

Übrigens, das erste Goldstückchen des Tages ging an ein Geburtstagskind. Seine Freundin hatte ihm das Goldwaschen zum Geschenk gemacht.

Im Laufe des Tages wurden noch zahlreiche weitere Funde gemacht. Bis zum Abend hatten alle Teilnehmer selbst geschürftes Rheingold eingesammelt – manche mehr als andere. Denn Glück spielt beim Schürfen eine große Rolle, auch wenn alle an derselben Stelle schaufeln. Das Schwenken mit der Pfanne funktionierte bei allen prima. Und dass man beim Einsatz von Goldwaschrinnen die Ausbeute erhöhen kann, das belegten auch die vielen Flitterchen, die sich beim Cleanup zeigten.

Das schreiben die Teilnehmer

  • Carina B. und Manuel Sch.: Wir haben Ihren Beitrag auf der Homepage mit den tollen Bildern gesehen. Vielen Dank nochmals für den schönen Tag. Wir hatten sehr viel Spaß!