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Goldwaschen am Rhein 02.07.2022

Leute, zu allererst ein ganz dickes Dankeschön für diesen herrlichen Goldwaschtag mit Euch! Steffi und ich (Franz) sind schlichtweg begeistert. Der Tag verging so schnell, dass wir es kaum glauben mochten, als der Abend nahte und das Ende des Goldwaschtages anstand. Der Tag war ein richtiges Geschenk: Die Sonne schien prächtig, die Temperaturen waren angenehm und Gold fanden wir natürlich auch. Nur die ganz großen Klumpen wollten ausbleiben.

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Schon bei der Begrüßung in Bad Bellingen, wo wir die Teilnehmer für den heutigen Goldwaschtag abholten, stand ihnen die Freude über den bevorstehenden Abenteuertag ins Gesicht geschrieben. Die Kinder mochten es kaum erwarten, ihr eigenes, selbst geschürftes Gold zu besitzen. Doch bevor es soweit war, mussten wir erst einmal zum Claim am Rheinufer gelangen. Nach einer kurzen Fahrt zum Waldparkplatz ging's noch zehn Minuten auf dem Dammweg schnurstracks zum "Urwaldpfad", der direkt ans Rheinufer führte. Der Platz ist perfekt fürs sommerliche Goldwaschen; der Lagerplatz liegt direkt unter schattenspendenden Bäumen, und die Auswaschstelle ist ebenso sonnengeschützt. Unmittelbar davor strömt der Altrhein vorüber. An dessen Ufer liegt das Gold, verborgen im Rheinkies.

Ich hielt die Einführung ziemlich kurz, denn die Kinder hätten am liebsten sofort mit dem Schürfen begonnen. Doch ein klein wenig "theoretischer Unterricht" musste sein, um zu verstehen, wie die Goldsucher das wertvolle und extrem seltene gelbe Metall aus dem Sand herausholen. Dann ging es endlich los. Ich packte mir eine Schaufel, lud das Sieb voll mit Steinen und Sand, siebte kräftig und zog die darunter liegende Pfanne hervor. In ihr hatte sich der Sand gefangen.

Nun hieß es, mit kräftigem Schütteln und Rütteln die Sande nach ihrer Dichte zu trennen, die leichten Bestandteile über den Pfannenrand fortzuspülen, bis letztlich noch ein kleines Häufchen übrig blieb. Am Vorhandensein des schwarzen Sandes (Magnetit) war leicht zu erkennen, dass an dieser Grabungsstelle Schwermineralien und Gold liegen. Allerdings war in der allerersten Pfanne noch kein Krümmelchen Gold zu sehen.

Das änderte sich mit den nächsten Pfannen. Erste Flitterchen, Goldplättchen, tauchten auf. Zunächst waren sie noch winzig klein und maßen deutlich unter einem Millimeter Durchmesser. Doch mit jedem Graben wurde unser Loch tiefer, bis endlich die größeren Stückchen auftauchten. Einige wenige hatten einen Durchmesser von rund zwei Millimeter. Sie glänzten so schön in der Sonne. Die Finder waren begeistert.

Die Zeit verging so schnell, dass wir beinahe die Mittagspause verpassten. Rasch wurde aus großen Kieselsteinen eine Grillstelle aufgebaut. Dabei halfen die Kinder eifrig mit. Im Nu brannte die Holzkohle, und als die Flammen erloschen und die Kohle nur noch glühte, lagen bereits die ersten Würstchen auf dem Rost. Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass die Mittagspause ziemlich rasch "erledigt" wurde, schließlich wollten alle wieder schürfen und weitere Flitterchen bergen. Viele waren es insgesamt nicht, aber immerhin... Wer kann schon sagen, eigenes Rheingold geschürft zu haben! Auch wenn es wenig ist. Schließlich war der Goldwaschtag ja ein Kurs, in dem alles rund ums Goldwaschen vermittelt werden sollte. Und das mit Erfolgsgarantie.

Während des Tages waren Steffi und ich immer wieder erstaunt, wie gut sich insbesondere die Kinder auf dieses Abenteuer vorbereitet hatten. Sie wussten über die physikalische Dichte des Metalls ebenso Bescheid, kannten teils sogar die Quelle des Rheingoldes und waren auch sonst ziemlich gut auf Zack. Selbst die Arbeitsweise der Goldwaschrinne war ihnen klar, ohne dass wir ihnen dies ausführlich erläutern mussten (was wir natürlich dennoch taten).

Nochmals ein herzliche Dankeschön an alle! Ihr seid ganz tolle Leute. - Als Steffi und ich nach dem Abschied noch einen Biergarten aufsuchten, um dort jeweils einen Salat und Erfrischungsgetränk zu genießen, sprachen wir noch sehr lange über diesen herrlichen Tag mit Euch. Vielen Dank! Es war wundervoll!

Grüße der Teilnehmer

  • Silke de F. aus Buggingen: Liebe Steffi und lieber Franz. Es war ein ganz toller Tag. Liebe Grüße aus Buggingen von Luis und Emma, Silke und Erik
  • Nicole A. aus Reutlingen: Ein herzliches Dankeschön an Euch Zwei, Ihr wart super sympathisch :-). Wir hatten sehr viel Spaß am Goldwaschen und das neue Wissen werden wir in der Schweiz (Ort geheim ;-) anwenden. Liebe Grüße von Stefan und Nicole