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Goldwaschen am Rhein 04.09.2021

Gold ist das vielleicht seltsamste Metall. Es ist - mit Ausnahme für wenige industrielle Produkte und für Schmuck - kaum nutzbar. Doch es hat einen Glanz, den kein anderes Element bietet. Das "Metall der Kaiser und Könige" fasziniert die Menschen seit dem allerersten Fund. Dabei ist Gold äußerst selten. Davon und woher das Gold kommt, erfuhren die Teilnehmer des Goldwaschkurses am Rhein. Denn hier liegt es als kleine Plättchen in den Ufersanden verborgen.

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Wollte man alles Gold der Welt, das jemals geschürft wurde, zu einem einzigen Würfel gießen, wäre dieser gerade mal knapp 21 Meter hoch. Damit könnte man ihn ohne Probleme sogar im Rheinwald verstecken, denn das Blätterdach der Rheinwaldbäume würden ihn verbergen. Doch binnen Sekunden hätte ihn die Erde aufgrund des enormen Gewichtes verschluckt. Wenn Gold also so selten ist, braucht es einiges Wissen, um das Edelmetall zu finden. Ein Glück, dass wir mit dem Rhein einen der goldreichsten Flüsse haben. Von seinem Ursprung in der Eidgenossenschaft wird das Metall an die Rheinufer des Markgräflerlandes geschwemmt. Im Sand eingebettet versteckt es sich als kleinste Flitterchen. Die meisten sind winzig klein und gerade noch erkennbar, andere können ein und zwei Millimeter groß sein.

Um die kostbaren Flitterchen zu finden, wenden Goldsucher einen Trick an: Sie suchen zunächst nach einem Mineral, das sich in der Waschpfanne ähnlich verhält wie das schwerere Gold und das sich farblich deutlich von den übrigen Mineralien unterscheidet. Gemeint ist der schwarze Sand (Magnetit). Wo er besonders häufig vorkommt, liegt auch Gold. Beim Waschen mit der Pfanne gilt es also, aus dem ausgesiebten Sand die leichten von den schweren Partikeln zu trennen. Bis zuletzt nur noch schwarzer Sand übrig bleibt. Mit ein wenig Glück sind Goldstückchen darunter. Aufgrund ihres enormen Glanzes sind sie sofort sichtbar.

Auch diesmal fand der Goldwaschkurs auf "Camp 1" bei Istein statt. Dorthin waren wir vom Treffpunkt in Bad Bellingen aufgebrochen, weil die anderen Geröllbänke noch immer einen halben Meter unter Wasser stehen. Die anhaltenden Regenfälle vor einigen Wochen hatten den Rheinpegel über lange Zeit nach oben gedrückt. Die Auswirkungen sind in den Rheinwäldern und auf den wenigen freien Geröllbänken noch immer deutlich sichtbar: Die niederen Bäume und Sträucher hatten alle Blätter verloren; nur allmählich bringt der Johannistrieb ein wenig Grün hervor. Und in den Ästen der höher liebenden Bäume haben sich Grasbüschel verfangen. Es wird lange dauern, bis die Natur die Uferbereiche wieder eingegrünt hat.

Die verspäteten Auswirkungen der wochenlanger Hochwässer sind also deutlich zu erkennen. Allerdings hatten die Fluten auch Uferböschungen weggerissen und den Untergrund teils umgeschichtet. Gold, das zuvor sehr tief lag, konnte nun geborgen werden. Dazu musste lediglich der oberflächige Sand gesiebt und reingewaschen werden. Auffällig war heute, dass die meisten Goldflitter einen Durchmesser von weit unter einem Millimeter aufwiesen. Selten tauchten größere Plättchen auf.

Ein dickes Dankeschön an die Teilnehmer, aber auch an die Goldsucher-Kollegen "Goldbolle" Wolfgang und Hans. Sie hatten ihr Lager ein Stück flussaufwärts aufgeschlagen und ließen es sich nicht nehmen, für einige Zeit zu uns zu kommen und ihre Waschtechnik zu erklären. Für eine Überraschung sorgte zum Abschluss des Goldwaschtages noch Goldsucherin Maike. Sie hatte den Tag über einen Kilometer oberhalb geschürft, gemeinsam mit ihrer Mutter. Zum Abschluss trafen wir uns alle noch in einer naheliegenden Gartenwirtschaft. Natürlich gab es dort viel zu erzählen. Die Goldsuche und die Funde waren das beherrschende Thema.

Das schreiben die Teilnehmer

  • Martina M. aus Freiburg: Hallo, es hat uns sehr gut gefallen. Alles perfekt. Sogar das Wetter. Liebe Grüße von Martina mit Clara
  • Gabriele A. aus Schwabach: Hallo zusammen, es war super, die Gruppe auch. Vielleicht sieht man sich ja mal wieder. LG Gabi aus Franken
  • Joachim A. aus Schwabach: Hallo, es war sujper, hat mir sehr gefallen. Nette Gruppe. Vielleicht sieht man sich mal wieder. LG aus Franken von den Franken Jochen
  • Friedrich G. aus Nürtingen: Super Wetter, nette Leute, alle hatten gute Laune im Gepäck. Die Zeit verging viel zu schnell. Danke für den gelungenen, sehr schönen Tag!!!
  • Silvia G. aus Oberndorf: Es war wirklich interessant und der Tag verging wie im Flug. Wir hatten einen tollen Tag mit einer super Truppe. Das Wetter hat natürlich auch noch dazu beigetragen, dass wir uns sehr wohl gefühlt haben. Liebe Grüße aus Oberndorf!
  • Franz S. aus Ehrenkirchen: Hallo zusammen, es hat uns sehr gut gefallen! Die Gruppe, das Wetter, alles hat gepasst. Viele Grüße Marvin und Franz
  • Margit K. aus Cochem: Hallo aus Cochem, mein Geburtstagsgeschenk hat mir sehr gut gefallen. Das war ein toller Tag in netter Gesellschaft, mit interessanten Erklärungen und unterhaltsamen Geschichten und dann auch noch mit Gold(-flitter) im Gepäck. Ein rundum schönes Erlebnis!
  • Flo P. aus Darmstadt: Es war ein sehr spannendes Abenteuer. Zum Start gab es eine ausführliche Einleitung und dann ging es direkt los. Die Gruppe und der Tourführer waren super. Die Zeit verging leider viel zu schnell. Rund um war es ein gelungener Tag!