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Goldwaschen am Rhein 11.09.2021

Erstmals konnten wir wieder auf unserem Lieblingsplatz "Camp 2" am Altrhein Gold waschen und dort einen Goldwaschkurs durchführen. Der Altrhein hat zwar noch immer einen erhöhten Wasserstand, doch die Geröllbank war gut erreichbar. Der Platz zeichnet sich durch seine Größe und einen sonnengeschützten Lagerplatz oberhalb der Schürfstellen aus. Befreundete Goldsucher aus der Umgebung sowie Norddeutschland waren ebenso da, um nach dem gelben Metall zu schürfen. Trotz des angekündigten Regens herrschte größtenteils Sonnenschein. Und Gold fanden wir natürlich auch.

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Auf diesen Tag mussten wir lange warten. Endlich wieder auf unserem Lieblingsplatz einen Goldwaschtag abhalten! Tage zuvor war ich vor Ort und räumte den durch die wochenlangen Hochwässer angeschwemmten Müll, darunter sogar ein verrostetes Motorrad, fort. Nutzten wir die vorigen Male noch den leicht überschwemmten Uferbereich etwa 100 Meter flussabwärts, stand uns nun eine große Kiesbank zur Verfügung. Testgrabungen vor wenigen Tagen brachten beste Ergebnisse, so dass Steffi und ich (Franz) mit den Teilnehmern des jüngsten Goldwaschkurses mit den besten Erwartungen anrücken konnten. Denn die wochenlangen Überflutungen hatten den Untergrund umgewälzt und neues Rheingold angereichert.

Heute ging es darum, die Kunst des Goldwaschens zu erlernen, um letztlich so viele Flitterchen wie möglich des legendären Rheingoldes mit nach Hause nehmen zu können. Nach einer kurzen Einführung ging's sofort ans Werk: Eine Pfanne nach der anderen wurde mit ausgesiebtem Sand gefüllt und nach unseren Anweisungen geschüttelt und gerüttelt, bis die leichten Sande über den Pfannenrand wieder fortgespült werden konnten. Letztlich blieb ein Konzentrat aus schweren Mineralien übrig, darunter auffällig viel "schwarzer Sand" (Magnetit). Und mit etwas Glück glänzte dazwischen auch schon das erste Goldstückchen.

Dabei bekamen wir sogar tatkräftige Unterstützung. Denn die beiden Profis "Bolle" Wolfgang und Hans waren ganz nah bei uns. Sie ließen es sich nicht nehmen, zu uns zu kommen und den Goldwaschteilnehmern einige Tricks beim Schürfen zu zeigen. Das freute die Teilnehmer ganz besonders. Überhaupt zeigten sich die Goldwäscher sehr interessiert. Steffi war fast immer umring von großen und kleinen Teilnehmern. Dabei ging es meist darum, ihnen "den Schliff" zu zeigen, um auch das kleinste Goldflitterchen aus der Pfanne zu bergen.

Kurioserweise fand das Waschen mit der Waschrinne kaum Interesse. Viel lieber wollten sie den perfekten Umgang mit der Waschpfanne erlernen, um vielleicht einmal selbst irgendwo am Rhein oder an einem anderen goldführenden Fluss nach dem gelben Metall zu schürfen. Denn wer einmal die richtige Technik angewandt hat, beherrscht diese sein Leben lang. Der Umgang mit der Waschrinne erfordert lediglich anhaltendes Schaufeln und Sieben; doch zum Schluss erfordert es die Goldwaschpfanne. Denn das in den Vertiefungen gefangene Konzentrat muss damit reingewaschen werden. Ohne die Pfanne geht gar nichts.

Übrigens, eine Teilnehmerfamilie hatte eine für uns ganz besonders schöne Adresse: Sie leben im "Goldwäscherweg". Der außergewöhnliche Straßenname eines Dorfes in der Ortenau erinnert an die Goldwäscher des Rheins. Seit über 2000 Jahren wird an den Ufern des Flusses nach dem wertvollen Rheingold geschürft - bis heute. War die Goldwäscherei ein hartes Unterfangen und mit viel Entbehrung verbunden, ist sie heute ein beliebtes Steckenpferd.

An dieser Stelle an alle Kursteilnehmer sowie an Wolfgang und Hans ein herzliches Dankeschön für den herrlich schönen Tag!

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