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Goldwaschen am Rhein 16.06.2022

Auf diesen Tag hatten wir uns seit langem gefreut: Rund zwei Monate nach dem ersten Goldwaschkurs dieses Jahres sollte es nun richtig losgehen. Dennoch gab es eine Überraschung, die uns seit Tagen in Atem gehalten hatte, denn der Rheinpegel blieb über Tage hinweg viel höher als erwartet. Dabei hatten wir fast keinen Regen. Woher kam das viele Wasser? Am neuen Waschplatz war der erhöhte Wasserstand glücklicherweise kein Problem. Dafür setzte uns die Hitze ein wenig zu.

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So heiß wie in diesem Juni hatten wir es schon lange nicht mehr. Ein Glück, dass am neuen Goldwaschplatz mächtige Laubbäume direkt am Ufer Schatten spendeten. Bereits am Vortag war ich (wieder mal) vor Ort. Die Kontrolle war auch nötig, denn seit dem letzten Besuch hatte sich vom Zugang Dammweg bis zum Rheinufer ein dichter Brennesselwald gebildet. Es hatte einige Zeit beansprucht, um einen Pfad zu schlagen und zum Ufer zu gelangen. Davon profitierten wir nun am Goldwaschtag. Am Ufer endlich angekommen, kühlten viele zunächst ihre Füße im erfrischenden Nass des Flusses, während Steffi und ich (Franz) das Lager einrichteten und die Einführung hielten. Denn wer Gold finden und mit nach Hause nehmen will, sollte den richtigen Umgang mit Pfanne und Schaufel kennen. Die Praxis folgte gleich danach, indem alle die Schaufeln in die Hand nahmen, Sand und Kieselsteine in das Sieb warfen, es kräftig rüttelten, damit die Sande in die darunter liegende Pfanne fiel. Der eigentlich Waschvorgang erfolgte anschließend mit der Pfanne. Die Teilnehmer waren fleißig bei der Sache, übten den richtigen Umgang, das Rütteln und Schütteln, um letztlich die leichten Sande über den Pfannenrand fortzuspülen. Wer richtig hantierte, entdeckte bald auf dem Pfannenboden den begehrten "schwarzen Sand" (Magnetit) - und mit etwas Glück bereits die ersten Goldflitterchen.

Das Gold des Rheins kommt zumeist in Flitterchen vor. Die Plättchen haben oft einen Durchmesser von einem bis zwei Millimeter, meist sind sie jedoch kleiner. Der neue Goldwaschplatz bei Bad Bellingen wird von anderen Goldsuchern kaum aufgesucht und bietet deshalb noch viele größere Flitterchen. Für diejenigen, die ihn kennen, ist der Weg dorthin einfach zu weit. Denn vom Waldparkplatz bis zur Waschstelle dauert es gut eine Viertelstunde. Vielen Glücksrittern ist das schlicht zu weit.

Die Teilnehmer dieses Goldwaschkurses wuschen erstmals in ihrem Leben das gelbe Metall - und wurden allesamt fündig. Ein Teilnehmer, der bereits im Norden Amerikas schürfte und von dorther eine eigene Pfanne mitgebracht hatte, berichtete, wie er am Yukon Gold schürfte, aber keines fand. Überrascht war er von den raschen Ergebnissen hier am Rheinufer.

Nun, die ganz großen Funde blieben zwar aus, aber jeder der Teilnehmer konnte sein erstes selbst geschürftes Rheingold mit nach Hause nehmen. Alle waren darüber glücklich, wenngleich mancher vermutlich größere Funde erwartet hatte.

Am frühen Abend ging der Goldwaschtag auch für Steffi und mich zu Ende. Wir waren überglücklich über die netten und wissbegierigen Teilnehmer und dass sich der neue Waschplatz trotz des erhöhten Wasserstandes bewährt hatte. Wir freuen uns schon auf den nächsten Goldwaschtag in einer Woche... Vielen Dank an alle!

Grüße der Teilnehmer

  • Stefanie S. aus Remshalden: Liebe Steffi, lieber Franz, es war ein wirklich schönes Erlebnis und ein toller, spannender Tag, gemeinsam mit Euch am Rhein die Kunst des Goldwaschens kennenzulernen. Es hat uns riesig Spaß gemacht. Erstaunlich war auch, wie viel Fachwissen über das Gold und dessen Entstehung, Geologie und Wetterkunde notwendig ist, um vernünftig Goldwaschen zu können. Goldige Grüße aus dem Remstal, Stefanie und Michael
  • Volker S. aus Schömberg: Hallo Steffi, hallo Franz, vielen lieben Dank für den sehr schönen und interessanten Tag. Ole hat sich sehr gefreut, Dir (Franz) beim Bau der Feuerstelle zu helfen und über die Erzählung der Geschichte vom Goldrausch. Die Krönung des Tages war dann noch, dass wir wirklich Gold gefunden haben. Der Tag wird uns in ewiger Erinnerung bleiben. Viele Grüße Volker und Ole
  • Bettina H. aus Horheim: Einen sonnigen Tag am Rhein zu verbringen mit netten Leuten und dabei noch viel über den Rhein und das Goldwaschen zu lernen, was kann es Schöneres geben. Für uns war es ein perfekter Tag.
  • Markus H. aus Alpirsbach: Es war ein super schöner Tag. Meine zwei Söhne waren total begeistert. Vielen Dank für die vielen spannenden Geschichten rund ums Goldwaschen und die zahlreichen Anekdoten aus dem Schwarzwald.
  • Daniela J. aus Neuenburg: Liebe Steff und lieber Franz, es war ein wunderschöner Goldwaschtag, an de wir uns gerne erinnern. Der Rhein war einfach nur schön und wir hatten alle Spaß, die "riesigen Goldklumpen" aus der Pfanne zu ziehen. Liebe Grüße von Linus und Daniela
  • Anna K. aus Freiburg: Es war ein wundervoller Goldschürftag. Die Sonne brachte Wärme von oben und die nassen Füße im Rhein die Abkühlung von unten. Nach kurzem Fußmarsch und Einführung in die Kunst des Goldwaschens ging es auch schon los Die Pfannen wurden mit Steinen, Sand und Kieseln gefüllt und mit Geduld gewaschen. Die ersten Erfolge waren schnell zu sehen. Steffi und Franz sind ein tolles Team. Steffi hilft allen mit Engelsgeduld, die Pfannen zu inspzieren und Franz ist immer schnell zur Stelle, wenn man Hilfe oder Rat braucht. Der Tag verging schnell und war sehr kurzweilig. Goldwaschen - ein großer Spaß für Groß und Klein! Danke für den tollen Tag. Luis und Erik
  • Peter W. aus Fichtenberg: Super schöner Tag gewesen. Ihr habt das toll gemacht. Vielen Dank, lieben Gruß, Peter und Marion