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Goldwaschen am Rhein 27.04.2022

Der erste Goldwaschkurs dieses Jahres war eine Premiere. Erstmals waren Steffi und ich (Franz) mit einer Gruppe auf dem neuen Goldwaschplatz am Rhein. Das Wetter hätte nicht passender sein können: Die Sonne schien von einem tiefblauen Himmel und ließ die Goldflitterchen umso heftiger glänzen. Die Gruppe aus der Ortenau hatte sich schon vor sehr langer Zeit angemeldet.

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Ja, vor zwei Jahren schon hatten sich die Ortenauer zum Goldwaschen angemeldet. Doch wegen der Pandemie und letztes Jahr aufgrund eines gewaltigen Hochwassers ausgerechnet am Ausweichtermin wurde der gemeinsame Ausflug auf dieses Jahr verschoben. Belohnt wurden die Goldwäscher mit Bilderbuchwetter an einem herrlich schönen Rheinufer. Steffi und ich freuten uns schon lange darauf, zumal dies zugleich der Start in die Goldwaschsaison bedeutete. Tatsächlich schürften wir auch über die Wintermonate, allerdings immer auf der Suche nach neuen und ergiebigen Waschgründen. Der neue Platz bei Bad Bellingen erfüllte alle unsere Ansprüche: Er ist gut erreichbar, bietet eine wunderschöne Uferlandschaft und birgt auch noch Gold.

Beim morgendlichen Treffpunkt beim Thermalbad in Bad Bellingen spürten wir sofort die Freude der Ortenauer auf diesen Tag. Für alle war allein schon der Weg durch den Rheinwald ein Abenteuer, doch am Ufer angekommen, war die Freude umso größer. Die dortige Geröllbank ist einige hundert Meter lang, der Rhein nicht einmal knietief. Und der durch das letztjährige Hochwasser entstandene Grabungsbereich liegt perfekt direkt am Wasser. Lange Wege muss hier niemand gehen.

Nach einer kurzen Einweisung ging's sofort ans Werk. Schnell waren die bereitgestellten Schaufeln vergriffen, die Pfannen voll mit ausgesiebtem Sand. Nun ging es darum, das Gold herauszuwaschen. Dass dies nicht so einfach ist, wie es gemeinhin aussieht, das erfuhren die Teilnehmer sehr schnell. Dennoch waren schon in den ersten Pfannen Goldflitterchen. Sie hatten einen Durchmesser von bis zu einem Millimeter; der Glanz, der von ihnen ausging, war überwältigend.

Im Laufe des Tages kam ein Goldstückchen nach dem anderen dazu. Reich wird mit dem Fundergebnis zwar niemand, aber immerhin. Wer kann schon von sich behaupten, am Rhein echtes Gold geschürft und auch noch gefunden zu haben? An dieser Stelle möchten sich Steffi und ich ausdrücklich bei den Teilnehmer bedanken - für den super schönen Start in die Goldwaschsaison und ihre Begeisterung. Vielleicht sehen uns wir ja irgendwann wieder - am Ufer des Rheins.

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